Event-Informationen
Das Museion präsentiert Mo num en ts (2025), eine Videoarbeit der thailändischen Künstlerin Som Supaparinya, dje im Rahmen des Southeast Asian Video Art Production Grant 2024 der Han Nefkens Stiftung entstanden ist. An der Schnittstelle von historischer Recherche und Feldforschung arbeitet Supaparinya seit über zwei Jahrzehnten zu Landschaften in Südostasien als Orte, die von politischen Ideologien, ökologischen Transformationen und kollektiver Erinnerung geprägt sind. In Mo num en ts richtet sie den Blick auf die langfristigen Auswirkungen der Infrastruktur des Kalten Krieges in der Mekong-Region. Staudämme, Straßen und Stromnetze erscheinen dabei nicht nur als Zeichen von Modernisierung, sondern als dauerhafte Strukturen, die Territorien, Gemeinschaften und Umwelt bis heute prägen. Als Einkanal-Videoinstallation präsentiert, verbindet die Arbeit neu aufgezeichnetes Material mit Archivaufnahmen aus Medien und Propaganda des Kalten Krieges. In einer vielschichtigen und fragmentierten Bildsprache führt der Film unterschiedliche Zeitlichkeiten und Perspektiven zusammen, entzieht sich einer linearen Erzählweise und eröffnet stattdessen eine komplexere und offenere Lesart von Geschichte. Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit internationalen Partnerinstitutionen realisiert, darunter das Jim Thompson Art Center (Bangkok), The Outpost (Hanoi), das Hiroshima City Museum of Contemporary Art, die Kunsthal Charlottenborg (Kopenhagen) sowie das Rockbund Art Museum (Shanghai). Nach Präsentationen an diesen Orten wird die Arbeit in die Sammlung des Museion übergehen. Mit Mo num en ts versteht Supaparinya Landschaft als ein lebendiges Archiv, als einen Raum, in dem sich politische Entscheidungen, ökologische Prozesse und menschliche Erfahrungen über die Zeit hinweg einschreiben.