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Stadt Galerie Brixen

Informationen

Die 2019 umgebaute und auf Zeitgenossenschaft ausgerichtete Galerie im Zentrum von Brixen wird ab 2020 vom Südtiroler Künstlerbund geleitet. Neuer Auftrag der Stadt Galerie Brixen ist es, den persönlichen und gesellschaftlichen Wert von Jetztkunst zu fördern, weiterzuentwickeln und zu vermitteln. Das Potential historischer Kunstschätze als Speicher von Erinnerung im Dialog mit Zeitgenossenschaft soll in die Zukunft transportiert werden. Kunst als Reflektor gesamtgesellschaftlicher und kultureller Prozesse denkt soziale, politische, technologische ökonomische und ökologische Begebenheiten mit. Der Südtiroler Künstlerbund kooperiert über die Stadt Galerie Brixen hinaus mit Institutionen und Einrichtungen im Land, um Synergien zu schaffen und das Netzwerk für die Künstlerschaft auszuweiten. In der Stadt Galerie Brixen wird jährlich von einem Gremium ein*e wechselnde*r Kurator*in bestellt, der*die 4-5 Ausstellungen kuratiert.

Andere Veranstatungen in dieser Location :

STAUB
Art & Culture

Mit Werken von Alice Ahad, Jasmine Deporta, Jörg Hofer, Lois Weinberger und einem Interview von Alexander Kluge sowie Objekten aus der Sammlung der Hofburg Brixen Kuratiert von Michaela Stolte (Kuratorin am Stadt- und Multschermuseum Sterzing und freischaffende Dramaturgin) Staub ist unser ständiger Begleiter. Mit Handschuhen und Hudern kämpfen wir gegen ihn an – dabei ist er so reich und vielgestaltig wie das Leben selbst. Die Stadtgalerie Brixen widmet dem Störenfried nun eine Ausstellung, die am Donnerstag, 4. Juni 2026 um 19 Uhr eröffnet wird. Die Schau versammelt zeitgenössische künstlerische Positionen, in denen Staub in seiner fast unendlichen Wandlungsfähigkeit sichtbar wird: als Material, das Grenzen überschreitet, Spuren speichert und Neues hervorbringt. Staub entsteht immer und überall. Beim Bauen, Pflügen oder Autofahren ebenso wie in der Natur: Vulkane, Wüsten, Pflanzen und Ozeane produzieren unablässig kleinste Partikelchen. Oft ist er unerwünscht, bildet ein hygienisches, gesundheitliches und nicht zuletzt ästhetisches Problem. Aber Staub ist auch ein Grundstoff: Er macht den Himmel blau und ermöglicht die Bildung von Wolken. In jedem Regentropfen wohnt ein kleines Teilchen. Staub erzählt Geschichten vom Alltag ebenso wie vom Ursprung des Universums. In der Ausstellung thematisieren die Fotografien der Südtiroler Künstlerin Jasmine Deporta das Phänomen des Lichts, das erst durch die Streuung an kleinsten Partikeln sichtbar wird. Staub erscheint hier nicht direkt, sondern wird atmosphärisch erfahrbar. In Lois Weinbergers „Mobile Garden“ wachsen Pflanzen aus scheinbar lebloser Erde. Das Werk verweist auf das Potential von Keimung und Transformation – und auf Staub als Ursprung neuen Lebens. Seit jeher ist er zudem Teil künstlerischer Praxis: Als Pigment bildet Staub die Grundlage von Farbe und Malerei. Jörg Hofer gibt seinen Bildern zudem mit Marmorstaub, der beim Abbau des Laaser Marmors entsteht, eine unverwechselbare Struktur. In den Arbeiten von Alice Ahad wird Hausstaub zum Träger von Zeit und Erinnerung. Als „Kollektiv von Fragmenten“ sammelt und bewahrt er Spuren und wird zu einem aktiven Gefüge von Geschichte, Identität und Transformation. Die Ausstellung thematisiert außerdem die religiöse Dimension von Staub und zeigt Objekte aus der Sammlung der Hofburg Brixen.

Stadt Galerie Brixen Große Lauben, 5, Brixen, BZ
STAUB
Exhibitions

Mit Werken von Alice Ahad, Jasmine Deporta, Jörg Hofer, Lois Weinberger und einem Interview von Alexander Kluge sowie Objekten aus der Sammlung der Hofburg Brixen Kuratiert von Michaela Stolte (Kuratorin am Stadt- und Multschermuseum Sterzing und freischaffende Dramaturgin) Staub ist unser ständiger Begleiter. Mit Handschuhen und Hudern kämpfen wir gegen ihn an – dabei ist er so reich und vielgestaltig wie das Leben selbst. Die Stadtgalerie Brixen widmet dem Störenfried nun eine Ausstellung, die am Donnerstag, 4. Juni 2026 um 19 Uhr eröffnet wird. Die Schau versammelt zeitgenössische künstlerische Positionen, in denen Staub in seiner fast unendlichen Wandlungsfähigkeit sichtbar wird: als Material, das Grenzen überschreitet, Spuren speichert und Neues hervorbringt. Staub entsteht immer und überall. Beim Bauen, Pflügen oder Autofahren ebenso wie in der Natur: Vulkane, Wüsten, Pflanzen und Ozeane produzieren unablässig kleinste Partikelchen. Oft ist er unerwünscht, bildet ein hygienisches, gesundheitliches und nicht zuletzt ästhetisches Problem. Aber Staub ist auch ein Grundstoff: Er macht den Himmel blau und ermöglicht die Bildung von Wolken. In jedem Regentropfen wohnt ein kleines Teilchen. Staub erzählt Geschichten vom Alltag ebenso wie vom Ursprung des Universums. In der Ausstellung thematisieren die Fotografien der Südtiroler Künstlerin Jasmine Deporta das Phänomen des Lichts, das erst durch die Streuung an kleinsten Partikeln sichtbar wird. Staub erscheint hier nicht direkt, sondern wird atmosphärisch erfahrbar. In Lois Weinbergers „Mobile Garden“ wachsen Pflanzen aus scheinbar lebloser Erde. Das Werk verweist auf das Potential von Keimung und Transformation – und auf Staub als Ursprung neuen Lebens. Seit jeher ist er zudem Teil künstlerischer Praxis: Als Pigment bildet Staub die Grundlage von Farbe und Malerei. Jörg Hofer gibt seinen Bildern zudem mit Marmorstaub, der beim Abbau des Laaser Marmors entsteht, eine unverwechselbare Struktur. In den Arbeiten von Alice Ahad wird Hausstaub zum Träger von Zeit und Erinnerung. Als „Kollektiv von Fragmenten“ sammelt und bewahrt er Spuren und wird zu einem aktiven Gefüge von Geschichte, Identität und Transformation. Die Ausstellung thematisiert außerdem die religiöse Dimension von Staub und zeigt Objekte aus der Sammlung der Hofburg Brixen.

Stadt Galerie Brixen Große Lauben, 5, Brixen, BZ

Öffnungszeiten :

Von 1 Juni bis 31 August

Von 1 September bis 31 Mai

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