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TRANSART26 | Opening mit Haydn Orchester - Veröffentlicht von martin_inside

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Event-Informationen

Simon Steen-Andersen + Michael Gordon & Bill Morrison

Das Transart Festival wird mit CRASH, einer Musikperformance, die sich klanglichen und audiovisuellen Erforschungen widmet, eröffnet. Diese ist in Zusammenarbeit mit der Stiftung Haydn von Bozen und Trient entstanden. Mit den italienischen Erstaufführungen von Simon Steen-Andersens Piano Concerto und Gotham von Michael Gordon und Bill Morrison werden Konventionen gesprengt und die Grenzen des traditionellen Konzerts neu definiert. Unter der Leitung von Vimbayi Kaziboni interpretiert das Haydn-Orchester die beiden Werke und befeuert einen intensiven Dialog zwischen Klang und Bild. Das musikalische Erlebnis verwandelt sich dabei in ein dichtes, pulsierendes Zusammenspiel der Sinne.

Piano Concerto von Simon Steen-Andersen

Das Leitmotiv des Werks Piano Concerto (2014) von Simon Steen-Andersen ist das Experiment. Der dänische Komponist ist bekannt für seine Fähigkeit, Performance, Video und klangliche Forschung zu radikal neuen Ausdrucksformen zu verweben.  Auf der Bühne entfaltet sich ein beeindruckender multimedialer Dialog: Eine Pianistin - in Bozen Ning Yu - interagiert an einem perfekt intakten Konzertflügel mit der Videoinstallation eines anderen Pianisten, der seinerseits an den Überrestem eines Flügels spielt, den man aus acht Metern Höhe auf einen Betonboden fallen ließ. Das digitale Gegenüber in diesem virtuellen "Doppelkonzert" ist Nicholas Hodges, Ikone der zeitgenössischen Klaviermusik, der das Werk 2014 in Donaueschingen uraufführte und hier indirekt zu Transart zurückkehrt.  Die permanente Spannung zwischen der Präzision des intakten Flügels und der rohen Kraft der Zerstörung am anderen Instrument wird selbst zum musikalischen Material. Das Orchester nimmt die Energie auf, verstärkt sie und formt daraus eine Partitur von außergewöhnlicher Präzision, die das Ereignis in Raum und Zeit ausdehnt.

Gotham von Michael Gordon und Bill Morrison

Gotham ist eine sensorische und hypnotische Reise nach New York, die Stadt, die niemals schläft. Erzählt wird sie vom Komponisten Michael Gordon und dem Filmemacher Bill Morrison. Musik und Archivaufnahmen des frühen 20. Jahrhunderts zeigen eine Metropole im tiefgreifenden, industriellen Umbruch. Sie verschmelzen zu einer filmischen Sinfonie, die das Gedächtnis der Stadt in lebendige, pulsierende Materie verwandelt. Baustellen, rauchverhangene Skylines und plötzliche pastorale Bilder, wie etwa von einer Schafherde mitten im Central Park, fügen sich zu einem fragmentierten Porträt einer Stadt in ständigem Wandel zusammen. Die Partitur entfaltet sich, mal zerbrechlich, mal überwältigend, und fängt dabei das Chaos und die unerschöpfliche Energie der Metropole ein. Gotham idealisiert nicht: Es zeigt Staub, Lärm, den rastlosen Rhythmus und all die Härte und Faszination dieser Stadt. Daraus entsteht eine immersive Erfahrung, die ihre Zuschauer direkt in das Herz der Metropole zieht – zwischen Erinnerung, Bewegung und Traum.

Das Ticket gilt für beide Vorstellungen.

Kontakte :

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Datum und Uhrzeit des Events :

  • Do 10 September, 202620:00

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