Es ist ein spielerischer Umgang mit den Epochen, wenn NUBU historische Raritäten wie den Serpent oder das Flugabone auf Naturfell-Perkussion und Kontrabass treffen lassen. In diesem archaisch modernen Setting agiert die Stimme als elastisches Material, das sich jenseits von Konventionen in Jodlern und Rufen entfaltet. Das Ensemble entwirft eine gänzlich eigene Folklore, eine so zeitlose wie energetische Synthese aus Jazz, Folk und freier Improvisation.
Artists
Elisabeth Coxall (FR) - serpent, lead voc
Victor Auffray (FR) - flugabone, voc
Thibaut Du Cheyron (FR) - trb, voc
France Duclairoir (FR) - db, voc
Guillaume Lys (FR) - perc
ANACRONÌA
Johann Christian Bach
Flute quartet in C Major W.B 58 (1776)
Karl Friedrich Abel
Flute quartet in D Major WK 226 (1770)
Juan Oliver Astorga
Trio for two violins and bass
Carl Philipp Emanuel Bach
Divertimento in G Major H. 642
Joseph Haydn
Flute quartet in D Major Op.5, Hob.II: D9 (1767)
Die blühende Londoner Musikszene hat ihre Wurzeln im 18. Jahrhundert, als private Impresarios den Einfall hatten, Konzertreihen in den nobelsten Räumlichkeiten der Hauptstadt zu veranstalten und dafür Eintritt zu verlangen.
Eine dieser Konzertreihen wurde vom gefeierten Sopran Teresa Cornelys ins Leben gerufen und erlangte im ausgehenden Jahrhundert außergewöhnliche Popularität, als Johann Christian Bach und Karl Friedrich Abel in den eleganten Salons am Hannover Square auftraten.
Der heutige Zuhörer wäre entsetzt vom Durcheinander, das während der Vorstellungen herrschte, wo das Publikum nicht nur abrupt vom Lachen zum Weinen übergehen konnte, sondern vor allem ganz bequem im Sessel sitzend nach Lust und Laune plaudern durfte.
Die Musik indes war erstklassig, wie das Programm des Ensembles Anacronìa belegt: Selbstredend kamen Originalkompositionen von Bach, Abel und ihrem Mitstreiter Juan Oliver Astorga zur Aufführung, das Repertoire umfasste aber auch Werke von Meistern wie Carl Philipp Emanuel Bach und Joseph Haydn.
Orchesterleitung
Robert Treviño
Violine
Giuseppe Gibboni
Programm
Samuel Barber: Violinkonzert op. 14
Ralph Vaughan Williams: The Lark Ascending
Robert Schumann: Sinfonie Nr. 1 in B-Dur op. 38 „Frühling“
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