Im September 1872 macht der Bibliothekar der Wiener Gesellschaft der Musikfreunde, Carl Ferdinand Pohl, deren künstlerischen Leiter Johannes Brahms auf sechs Feldparthien für Blasinstrumente aufmerksam, die Haydn zugeschrieben werden. Im Sommer 1873 komponiert Brahms Variationen über einen Choral aus der sechsten Feldparthie und „trainiert“ damit die kontinuierliche Verwandlung und Fortentwicklung von Motivbausteinen und orchestralen Arrangements, die sein späteres sinfonisches Werk prägen werden. Mit seinem einzigen vollendeten Violinkonzert setzt Beethoven 1806 die Evolution einer Gattung fort, die bis zu diesem Zeitpunkt vom Concerto der italienischen Barockmeister bis zu Mozart führt. Das sinfonisch angelegte Werk mit dem schier endlosen Kopfsatz scheint den Violinkonzerten von Brahms, Tschaikowsky oder Sibelius näher zu stehen als den Vorgängern aus dem 18. Jahrhundert. Ein Schalk, von Anfang an: Am 12. Mai 1926 wird Schostakowitschs 1. Sinfonie – seine Abschlussarbeit am Leningrader Konservatorium – uraufgeführt und anschließend von Bruno Walter und Arturo Toscanini international bekannt gemacht. Einflüsse von Strawinsky, Prokofjew, Mahler oder Hindemith verschmelzen in der Partitur des 19-Jährigen zu einer originellen und eigensinnigen Tonsprache, mit ironischen und komischen Kunststücken, die man aus dem Zirkus oder dem Stummfilm kennt, aber – noch – nicht aus dem Konzertsaal.
Beim Südtirol Jazzfestival Alto Adige wagen sich Solisten und Ensembles nicht nur in schwindelerregende musikalische „Höhen“ vor, sondern besteigen, mit ihren Instrumenten im Gepäck, sogar „echte“ Berge und bespielen dabei eine atemberaubende alpine Landschaft. Das Festival selbst beschreitet oft ganz neue Wege: selbstbewusst und sich mitunter über zerklüftete Spalten herantastend, versucht es in neue Klanglandschaften vorzudringen. Mainstream und Konzertsäle sind beim Südtirol Jazzfestival Alto Adige vom Aussterben bedroht. Durch Kontraste und Fusionen in außergewöhnlichen Konzertorten und neuen Klangwelten suchen VeranstalterInnen und KünstlerInnen das Unbekannte, das Unerhörte und das Unerwartete.
Hunderte JazzkünstlerInnen waren schon beim Südtirol Jazzfestival Alto Adige zu Gast: weltbekannte Namen der internationalen Bühnen genauso wie junge aufstrebende MusikerInnen aus aller Welt.
Das Südtirol Jazzfestival Alto Adige fand erstmals im Jahr 1982 statt, hieß damals noch "Jazz Summer" und später "Jazz & Other". Während es zu jener Zeit noch ausschließlich in Bozen veranstaltet wurde, erstreckt es sich heute in alle Landesteile Südtirols und darüber hinaus.
Prämieren sind dabei keine Ausnahmen, sondern die Regel: Viele Konzerte sind einmalige Events, die in diesen Besetzungen und diesen Locations nur in Südtirol erlebt werden können.
Ein Land wird zur Bühne – Jazz ein Teil der Landschaft. Musiziert wird in Städten und auf Bergen, auf Seen und Flüssen, auf Plätzen und Straßen, in Parks und Schlössern, in Hotels und Fabrikhallen. Urbane Räume, Felswände und Almen, kulinarische Highlights und packende Musik verschmelzen dabei zu einem einzigartigen Festival-Erlebnis.
Das Südtirol Jazzfestival Alto Adige beginnt jeweils am letzten Freitag im Juni und endet 10 Tage später am ersten Sonntag im Juli. In dieser Zeit finden mehr als 50 Konzerte an den verschiedensten Orten statt, mit über 150 MusikerInnen aus aller Welt, die ihre einzigartigen Klänge in die Alpenregion tragen.
JULIA HAGEN Cello
GUSTAVO GIMENO Dirigent
Antonin Dvoràk
Concerto per violoncello n. 2 in si minore, op. 104
Anton Bruckner
Sinfonia n. 6 in la maggiore
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