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Harald Kastlunger. Intuition - Komposition
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Exhibitions
Freitag, 19 Juni 2026 10:00-18:30 |
Es gibt Termine vom 01 Juni 2026 bis 28 Juni 2026

Seit den 1960er-Jahren entwickelt Harald Kastlunger (geb. 1937 in Brixen) aus Zeichnung, Malerei und Plastik eine eigenständige Bildsprache zwischen Abstraktion und Figuration. Die Ausstellung präsentiert zentrale Werkgruppen aus sechs Jahrzehnten und bietet einen kompakten Überblick über ein konsequent entwickeltes Oeuvre, in dem intuitive Bildfindung und strenge Formgebung eng miteinander verbunden sind.

Hofburg Brixen Hofburgplatz, 2, Brixen, BZ
STAUB
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Exhibitions
Freitag, 19 Juni 2026 10:00-13:00 | 16:00 - 19:00
Es gibt Termine vom 05 Juni 2026 bis 15 Aug. 2026

Mit Werken von Alice Ahad, Jasmine Deporta, Jörg Hofer, Lois Weinberger und einem Interview von Alexander Kluge sowie Objekten aus der Sammlung der Hofburg Brixen Kuratiert von Michaela Stolte (Kuratorin am Stadt- und Multschermuseum Sterzing und freischaffende Dramaturgin) Staub ist unser ständiger Begleiter. Mit Handschuhen und Hudern kämpfen wir gegen ihn an – dabei ist er so reich und vielgestaltig wie das Leben selbst. Die Stadtgalerie Brixen widmet dem Störenfried nun eine Ausstellung, die am Donnerstag, 4. Juni 2026 um 19 Uhr eröffnet wird. Die Schau versammelt zeitgenössische künstlerische Positionen, in denen Staub in seiner fast unendlichen Wandlungsfähigkeit sichtbar wird: als Material, das Grenzen überschreitet, Spuren speichert und Neues hervorbringt. Staub entsteht immer und überall. Beim Bauen, Pflügen oder Autofahren ebenso wie in der Natur: Vulkane, Wüsten, Pflanzen und Ozeane produzieren unablässig kleinste Partikelchen. Oft ist er unerwünscht, bildet ein hygienisches, gesundheitliches und nicht zuletzt ästhetisches Problem. Aber Staub ist auch ein Grundstoff: Er macht den Himmel blau und ermöglicht die Bildung von Wolken. In jedem Regentropfen wohnt ein kleines Teilchen. Staub erzählt Geschichten vom Alltag ebenso wie vom Ursprung des Universums. In der Ausstellung thematisieren die Fotografien der Südtiroler Künstlerin Jasmine Deporta das Phänomen des Lichts, das erst durch die Streuung an kleinsten Partikeln sichtbar wird. Staub erscheint hier nicht direkt, sondern wird atmosphärisch erfahrbar. In Lois Weinbergers „Mobile Garden“ wachsen Pflanzen aus scheinbar lebloser Erde. Das Werk verweist auf das Potential von Keimung und Transformation – und auf Staub als Ursprung neuen Lebens. Seit jeher ist er zudem Teil künstlerischer Praxis: Als Pigment bildet Staub die Grundlage von Farbe und Malerei. Jörg Hofer gibt seinen Bildern zudem mit Marmorstaub, der beim Abbau des Laaser Marmors entsteht, eine unverwechselbare Struktur. In den Arbeiten von Alice Ahad wird Hausstaub zum Träger von Zeit und Erinnerung. Als „Kollektiv von Fragmenten“ sammelt und bewahrt er Spuren und wird zu einem aktiven Gefüge von Geschichte, Identität und Transformation. Die Ausstellung thematisiert außerdem die religiöse Dimension von Staub und zeigt Objekte aus der Sammlung der Hofburg Brixen.

Stadt Galerie Brixen Große Lauben, 5, Brixen, BZ
Di quadro in quadro. L'arte della citazione
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Exhibitions
Freitag, 19 Juni 2026 10:00-18:00 |
Es gibt Termine vom 13 Juni 2026 bis 01 Nov. 2026

Credits A cura di Daniela Ferrari Per “citazione” si intende la ripresa di elementi già esistenti: temi, immagini o idee che tornano in opere diverse, dalla letteratura al cinema fino all’arte. In questo senso, tutta la storia dell’arte può essere vista come un continuo dialogo con il passato, fatto di richiami, reinterpretazioni e omaggi. A partire dalle raffigurazioni più antiche, le fonti primigenie, si inanellano una serie di rimandi e dialoghi serrati, talvolta con variazioni significative, talvolta con più o meno dichiarati o celati riferimenti. Attraverso otto sezioni, il percorso esplora questo meccanismo di corsi e ricorsi storici, mostrando come gli artisti si confrontino con chi li ha preceduti. Grandi maestri e grandi eredi. Si comincia con il capolavoro Giovane che guarda Lorenzo Lotto realizzato da Giulio Paolini nel 1967, esempio emblematico di questo dialogo tra passato e presente. La mostra raccoglie le opere di grandi maestri che hanno citato o sono stati citati, come Giorgio de Chirico, Giorgio Morandi, Felice Casorati, Filippo de Pisis, Renato Guttuso. Vengono proposti, inoltre, suggestivi dialoghi tra epoche diverse, dall’antico al contemporaneo, vere e proprie sequenze che uniscono, per esempio, Vermeer a Salvador Dalí; Lorenzo Lotto e Velázquez a Giulio Paolini; Claude Monet a Vik Muniz, Stefano Arienti e Mario Schifano; Leonardo ad Andy Warhol. Tra gli artisti contemporanei sono presenti, tra gli altri e le altre, Salvo, Luigi Ontani, Mariella Bettineschi, Mirella Bentivoglio, Flavio Favelli.

Mart Rovereto Corso Bettini 43, Rovereto, TN
Animacies
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Exhibitions
Freitag, 19 Juni 2026 10:00-20:00 |
Es gibt Termine vom 14 Juni 2026 bis 11 Okt. 2026

Die Gruppenausstellung "Animacies" untersucht, wie sich Beziehungen zwischen Europa und Asien aus neuen Blickwinkeln denken und erzählen lassen. In Installation, Malerei und Fotografie hinterfragen die Künstler*innen westliche Ordnungssysteme und entwickeln alternative Sichtweisen auf Geschichte, Gemeinschaft und kulturelle Identität. Im Zentrum steht das Konzept von Animacy, das die verbreitete Unterscheidung zwischen belebt und unbelebt infrage stellt. Es geht davon aus, dass auch Dinge, Materialien und Stoffe eine Form von Lebendigkeit und Handlungsmacht besitzen. Anhand von Rohstoffen, Textilien und Artefakten zeigt die Ausstellung, wie Materialien gesellschaftliche Strukturen, wirtschaftliche Beziehungen und spirituelle Vorstellungen mitprägen. Besonderes Augenmerk gilt Perspektiven aus Regionen, die im globalen Diskurs weniger sichtbar sind, darunter Bangladesch, Indonesien, die Mongolei und die Philippinen sowie die indische Diaspora der Fidschi-Inseln. Diese werden als eigenständige Ausgangspunkte für Wissens- und Beziehungsformen verstanden.

Kunst Meran Lauben, 163, Meran, BZ
CASA SCISCIORÉ
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Exhibitions
Freitag, 19 Juni 2026 11:00-17:00 |
Es gibt Termine vom 17 Apr. 2026 bis 20 Juni 2026

Aree di Studio, Antoinette Bader, Roland Baldi, Othmar Barth, Patrizia Bertolini, Walter Blaas, Luca Boscardin, Das Ganze Leben, Debiasi Sandri, Marco Dessí, Dissegna, Diyr.dev/unibz, Draw Studio, Robert Engl, Elisabeth Frei, Karolina Gacke, Martino Gamper, Elisa Grezzani, Alexander Gufler, Beatrice Harb, Insalata-mista Studio, Kira Kessler, Katharina Theresa Mayr, Ignacio Merino, Sissa Micheli, Christian Mittendorfer, Neue Serie Handdruck, Niva Design, Elisabeth Oberrauch, Miriam Pardeller, Patternhouse.org, Plank, Reinhard Plank, Kuno Prey, Othmar Prenner, Anuschka Prossliner, Paula Prugger, Patrick Rampelotto, Alessio Ramundo, Andreas Rier, Ruralurban, Sagaría, Dunja Scannavini, Ursula Schnitzer, Barbara Schweitzer, Giorgio Seppi, Luis Seiwald, Benno Simma, Judith Sotriffer, Sabine Steinmair, Reinhold Stoll, Laurenz Stockner, Ursula Tavella, Harry Thaler, Tiefenbacher Lehmann, Veronika Thurin, Paul Thuile, Ariel Trettel, Ùtol Ceramica, Gabi Veit, Vetroricerca, Cristina Vignocchi, Lucas Zanotto, Christian Zanzotti, Katherina Zoeggeler, Zilla. Im neuen Projektraum SKB LAB des Südtiroler Künstlerbundes präsentiert sich CASA SCISCIORÉ, ein Ausstellungs- und Forschungsprojekt, kuratiert von Anna Quinz. Das Projekt erforscht alpines Design durch die Linse des Spiels und bewegt sich dabei zwischen Tradition und Gegenwart, Materialität und Imagination. Es vereint Arbeiten von Designer:innen und Künstler:innen aus Trentino-Südtirol, die handwerkliche Wurzeln, Materialkultur und zeitgenössische Visionen miteinander verbinden. Im SKB LAB nimmt CASA SCISCIORÉ die Form eines bewohnbaren Raumes an: Möbel, Leuchten, Textilien und Objekte treten in einen vielschichtigen Dialog und schaffen eine sinnlich erfahrbare Umgebung. Über 60 Designer:innen und Künstler:innen gestalten gemeinsam eine installative „Hauslandschaft“, die dazu einlädt, Materialien, Formen und Erzählungen zu entdecken und die Idee von Zuhause als offenen, fluiden und spielerischen Raum neu zu denken.

SKB LAB Weggensteinstraße, 12A, Bozen, BZ
Solo im Ensemble II_Humana Identitas
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Exhibitions
Freitag, 19 Juni 2026 11:00-17:00 |
Es gibt Termine vom 06 Juni 2026 bis 01 Aug. 2026

Solo im Ensemble 2 3 Ausstellungen vereint zu einem Ensemble Marlies Baumgartner, Heinz Innerhofer, Markus Moling HUMANA IDENTITAS In einer Zeit, in der die Kommunikation zwischen uns Menschen zunehmend herausfordernd erscheint, geraten wesentliche Aspekte unseres Daseins leicht in den Hintergrund. Vielleicht gerade deshalb sollte sich die Kunst mit den grundlegenden Fragen unserer Existenz auseinandersetzen. Die Themen der menschlichen Existenz sind zeitlos und begleiten uns von Epoche zu Epoche, von Generation zu Generation. Obwohl wir uns ständig neu definieren, bleibt der Mensch doch immer Mensch. Die Herausforderungen, die mit unserer Vergänglichkeit, unserer Anpassungsfähigkeit, unserem Glauben und unserem Fortschritt einhergehen, machen unsere Existenz immer wieder aufs Neue spannend. Erst vor diesem Hintergrund treten auch die Spannungen unserer Gegenwart hervor – gelegentlich geprägt von Konflikten oder Kriegsberichten –, doch sie bilden nur einen kleinen Ausschnitt eines viel umfassenderen menschlichen Erfahrungsraums. Die Kernfragen bleiben für uns immer die gleichen, während sich die Umstände in unserer schnelllebigen Zeit rasant verändern. Zur Musik- und Bewegungs-Performance Ira-Arca für BassFlöte und Kontrabass, der Komponist Beat Furrer verwandelt die Instrumente in „Schatten eines Schattens“ und verschmilzt ihre klanglichen „Identitäten“ zu einer kaum erkennbaren Einheit. Aus dem Klang formt sich der Körper als Resonanzraum. Er folgt der Musik und löst sich im nächsten Moment von ihr, bewegt sich zwischen Hingabe und Widerstand. In ihm zeigt sich ein Werden: aus Einem entsteht ein Zweites – eine sich teilende, suchende Identität, die zwischen Verbundenheit und Autonomie oszilliert. Christina Auer (BassFlöte) und Riccardo Coelati Rama (Kontrabass) Bewegungs-Performance Marlies Baumgartner und Carmen Niederkofler Marlies Baumgartner geboren 1995, lebt und arbeitet in Vahrn. Nach der fünfjährigen Ausbildung mit „Maestro d'Arte" und „Matura" Abschluss an der „Cademia" in St. Ulrich absolvierte sie ein dreijähriges Studium an der „LABA" in Bildender Kunst und Malerei in Florenz. Heinz Innerhofer Studium an der ZeLIG – Schule für Dokumentarfilm und neue Medien, dann Kameraassistent bei verschiedenen Dokumentarfilmproduktionen. Abschluss und Diplom mit Auszeichnung an der Prager Fotoschule für angewandte und künstlerische Fotografie. Markus Moling geboren in Wengen 1973. Nach der Matura an der Kunstlehranstalt in St. Ulrich studierte er an der Accademia di Belle Arti in Florenz und an der Brera in Mailand, wo er 1996 das Diplom erlangte. Seit 1996 stellt er regelmäßig im In und Ausland aus.

SKB Artes Weggensteinstraße, 12A, Bozen, BZ
WIESO NICHT - Arnold Holzknecht und Mirijam Heiler
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Exhibitions
Freitag, 19 Juni 2026 16:00-19:00 |
Es gibt Termine vom 06 Juni 2026 bis 28 Juni 2026

Die gezeigten Arbeiten von Mirjiam Heiler und Arnold Holzknecht entfalten sich aus einem prozessualen Vorgehen, das auf Variation, Wiederholung und minimale Verschiebungen setzt. Ihre jeweilige Praxis bewegt sich zwischen konstruktiver Strenge und organischer Anmutung und steht in enger Beziehung zur konkreten und minimalistischen Kunst. Ausgangspunkt ist stets ein Akt der formalen Reduktion, der nicht als Verarmung, sondern als bewusste Verdichtung verstanden wird. Diese Haltung fordert ein verlangsamtes Sehen ein und macht komplexe Beziehungsgefüge sichtbar, die sich aus Reduktion, Ordnung und Wiederholung, aus Struktur und Abweichung sowie aus dem Spannungsverhältnis von Präzision und Unschärfe ergeben. Insbesondere bei Mirijam Heiler (geb. 1991 in Brixen, lebt und arbeitet in Bozen) zeigt sich ein zeichnerisches Verfahren, das an religiöse Praktiken erinnert: ritualisiert, konzentriert, potenziell theoretisch ins Unendliche fortsetzend. Minimale Abweichungen und Irregularitäten öffnen feine Brüche, durch die Bedeutung nicht festgelegt, sondern immer wieder neu verhandelt wird. Die entstehenden Zeichen bilden eine Art „asemantischer Schrift“, ein Zeichensystem ohne referenzielle Funktion, die sich bewusst jeder eindeutigen Lesart entzieht. Ihre Strukturen funktionieren als Metapher für Rückzug, Zugehörigkeit und temporäre Geborgenheit. Sie markieren eine bewusste Abkehr von Überfülle, Lärm und narrativer Überdeterminierung der Gegenwart. In der konzentrierten Wiederholung und im bewussten Weglassen entsteht ein Raum für die Untersuchung von Sinn im Alltäglichen. Die Qualität ihrer Arbeiten liegt in der universellen Lesbarkeit und Offenheit. Arnold Holzknecht (geb. 1960 in Brixen, lebt und arbeitet in St. Ulrich) lässt sich als Künstler verorten, dessen Werk sich konsequent im Spannungsfeld zwischen Skulptur, Zeichnung und malerischer Setzung entfaltet. Ausgehend von einer bildhauerischen Ausbildung bildet das Material – Holz, Bienenwaben, Baumnadeln und andere organische Stoffe – den primären Ausgangspunkt seines Arbeitens. Holzknechts Arbeiten bewegen sich zwischen konstruktiver Strenge und organischer Anmutung, zwischen kontrollierter Setzung und einem Moment scheinbaren Wachsens. Lineare Strukturen, Schichtungen und serielle Ordnungen erzeugen visuelle Rhythmen, die weniger auf ikonische Lesbarkeit als auf Wahrnehmungsprozesse zielen. In diesem Sinne sind seine Werke nicht primär als abgeschlossene Objekte zu verstehen, sondern als Felder, in denen sich Sehen zeitlich entfaltet. Die oft betonte Dichotomie von Ordnung und Geste wird bei Holzknecht nicht aufgelöst, sondern produktiv gehalten. Kontrolle und Offenheit, Konstruktion und Intuition stehen in einem kontinuierlichen Austausch, der sich in der formalen Ausarbeitung ebenso manifestiert wie in der Wahrnehmung durch die Betrachter*innen. Beide Positionen eint der Versuch, der Komplexität der Gegenwart mit Stille zu begegnen – durch Reduktion, Aufmerksamkeit und eine Praxis, die Offenheit nicht behauptet, sondern ermöglicht.

Kreis für Kunst und Kultur Antoniusplatz 102, St. Ulrich, BZ
Una Boccata d’Arte
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Exhibitions
Samstag, 20 Juni 2026
Es gibt Termine vom 20 Juni 2026 bis 14 Sep. 2026

Una Boccata d’Arte ist ein italienweites Kunstprojekt, das zeitgenössische Kunst in kleine Orte und historische Dörfer bringt. Jedes Jahr werden 20 Künstlerinnen und Künstler eingeladen, in 20 Orten in allen 20 Regionen Italiens ein eigenes, ortsspezifisches Kunstprojekt zu entwickeln. Die Projekte entstehen im direkten Austausch mit dem jeweiligen Ort, seiner Geschichte, seinen Menschen und seiner Landschaft. Das Ziel ist es, zeitgenössische Kunst nicht nur in Museen oder Galerien zu zeigen, sondern sie mitten in den Alltag der Orte zu bringen. Straßen, Plätze, Fassaden, leerstehende Räume oder besondere Schauplätze werden zu Ausstellungsorten. So entstehen neue Begegnungen zwischen Kunst, Bevölkerung und Besucherinnen und Besuchern. In Klausen wird Una Boccata d’Arte zu einem besonders passenden Projekt: Das Künstlerstädtchen im Eisacktal bringt seine lange Kunstgeschichte, seine mittelalterliche Altstadt und seinen lebendigen öffentlichen Raum mit. Genau hier setzt das Projekt 2026 an.

Theatrum Naturae – Die Bühne des Lebendigen
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Exhibitions
Freitag, 10 Juli 2026 16:00-19:00 |
Es gibt Termine vom 10 Juli 2026 bis 10 Aug. 2026

Theatrum Naturae richtet den Blick auf das leise große Spektakel der Natur: auf Bewegungen, die oft unbemerkt bleiben, und auf Prozesse, die sich jenseits unseres eigenen Tempos entfalten. Seit jeher prägen Formen, Farben und Rhythmen der Natur die Kunst – nicht nur als Motiv, sondern als lebendiger Impuls für Wahrnehmung, Material und Idee. Die Schönheit von Kunst und Natur vermag uns in staunende Beobachter zu verwandeln. Gebannt stehen wir vor der zarten Anmut einer Landschaft, einer organischen Form oder den faszinierenden Entfaltungen von Flora und Fauna. Schönheit zeigt sich dabei nicht allein im Natürlichen, sondern ebenso in der schöpferischen Kraft der Kunst, universelle menschliche Erfahrungen sichtbar und sinnlich erfahrbar zu machen – und uns eine Ahnung von etwas Zeitlosem und Verbindendem zu schenken. Die Ausstellung eröffnet einen Raum, in dem Kunst und Natur nicht als Gegensätze erscheinen, sondern als ineinander wirkende Kräfte. Dadurch erweitert sich unser Blick, und neue Perspektiven entstehen. Natur und Kultur treten heute zunehmend in hybriden Konstellationen auf: als Bestandteile eines komplexen Gefüges wechselseitiger Beziehungen und Einflüsse. Die gedanklichen Voraussetzungen vieler zeitgenössischer Kunstformen sind eng mit Fragen nach Ökologie, Materialität und Lebensformen verwoben. Natur, Zivilisation und Kultur lassen sich daher weniger als getrennte Sphären, denn als vielfältig interagierende Systeme begreifen. Ihre Grenzen sind porös geworden. Der Philosoph Bruno Latour schlug deshalb vor, den Begriff der „Natur“ durch die Einheit von „Natur/Kultur“ zu ersetzen. Während Natur oft als spontan, ursprünglich und vollkommen erscheint, ist Kunst Ausdruck von Reflexion, Technik und gestalterischem Willen. In der zeitgenössischen Kunst tritt Natur jedoch nicht mehr bloß als dargestelltes Objekt auf, sondern zunehmend als Mitgestalterin: in sich wandelnden Strukturen, in Prozessen des Wachsens und Vergehens sowie im Spiel von Licht, Bewegung und Zeit. Die gezeigten Arbeiten greifen diese Qualitäten auf und übersetzen sie in unterschiedliche künstlerische Sprachen. Der Mensch selbst ist Teil der Natur. Bereits seit der Antike wird sie als Lehrmeisterin verstanden, deren Gesetzmäßigkeiten erforscht und interpretiert werden. Theatrum Naturae untersucht, wie zeitgenössische Kunst neue Formen der Naturwahrnehmung hervorbringt und sich zugleich mit ökologischen, wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Fragestellungen auseinandersetzt. Erst wenn die Erde als grundlegende Bedingung menschlichen Lebens anerkannt wird – zugleich aber als ein System, das dem Menschen nicht verpflichtet ist –, lässt sich die tiefgreifende Beziehung zwischen Natur und Kultur in ihrer ganzen Dimension erfassen. Ausstellende Künstler*innen: Karoline Gacke, Hanna Battisti, Hans Finezza, Julia Bornefeld, Kristina Weiss und Egon Digon Karoline Gacke Karoline Gackes Arbeiten sind keine Abbilder einer äußeren Realität, sondern Ausdruck dessen, was sich im Verlauf der Zeit wahrnehmen und erspüren lässt. Ihre Malerei folgt keinem festgelegten oder bis ins Detail geplanten Entwurf. Ausgangspunkt ihrer Werke ist vielmehr ein Impuls, eine vage innere Vorstellung. Im Prozess des Malens entwickeln sich die Bilder Schritt für Schritt vor ihren Augen – Geste für Geste, geleitet von etwas schwer Fassbarem: dem Unbewussten, einer inneren Stimme oder dem Instinkt. Hanna Battisti Mit ihren künstlerischen Fotografien erweitert Hanna Battisti die Ausstellung um eine Reflexion über die Schönheit und zugleich die Zerbrechlichkeit der Natur. Im Mittelpunkt steht die Vielfalt von Tier- und Pflanzenwelt in ihren jeweiligen Lebensräumen. Für die Künstlerin bedeutet die Darstellung der Natur vor allem, jene Emotionen sichtbar zu machen, die in der Begegnung mit dem Nicht-Menschlichen entstehen. Ihre Arbeiten schaffen meditative Momente und würdigen die Komplexität und Eigenständigkeit der natürlichen Welt. Hans Finezza Die Werke von Hans Finezza eröffnen neue Perspektiven auf Landschaft und Wahrnehmung, indem sie dasselbe Motiv aus unterschiedlichen Blickwinkeln zeigen. Dadurch entsteht ein Moment der Verfremdung, das tradierte Vorstellungen klassischer Landschaftsdarstellung infrage stellt. Seine Arbeiten laden dazu ein, diese lebendigen und komplexen Ökosysteme nicht nur zu betrachten, sondern in sie einzutauchen. Die daraus entstehende Irritation wird zur metaphorischen Aufforderung, den Blick für das Unbekannte zu schärfen und eine bewusste Haltung einzunehmen. Kristina Weiss Kristina Weiss erzählt unausgesprochene Geschichten und erschafft imaginäre Orte. In ihren Kompositionen begegnen sich Sichtbares und Unsichtbares, Präsenz und Abwesenheit, Verdichtung und Leere. Ihre feinen Pinselstriche entwickeln organisch wirkende, beinahe höhlenartige Strukturen mit eigenem Rhythmus und Eigenleben. Aus der Distanz erscheinen die schmalen Bahnen ihrer Arbeiten paradox und vieldeutig. Ihre Bildwelten folgen keiner eindeutigen Erzählung; die Allegorien bleiben fragmentarisch und offen. Sie wirken wie gegenseitige Ergänzungen – niemals abgeschlossen, stets auf der Suche nach einem Gegenüber. Julia Bornefeld Bornefeld nähert sich dem Thema des „Natürlichen“ durch intensive visuelle Eindrücke und vielschichtige Bildwelten. Mit einem zugleich ironischen und bitteren Unterton verknüpft sie diese mit gesellschaftlichen Fragestellungen unserer Gegenwart und richtet den Blick auf ein hochaktuelles Spannungsfeld. Im Zentrum ihrer Arbeiten steht die Beziehung zur „natürlichen Natur“ — der Versuch, sie durch Vorstellungskraft zu erfassen und den unterschiedlichen Formen biologischen Lebens eine Ordnung zu geben. Zugleich unterläuft die Künstlerin diesen Ansatz bewusst und provokativ: Durch die Konstruktion vollständig künstlicher Szenarien sowie die Bearbeitung neuer technischer Materialien verweist sie auf jene para-natürlichen Lebensräume, die unseren Alltag zunehmend prägen. Ihre Werke bewegen sich damit im Spannungsfeld zwischen Natur, Künstlichkeit und gesellschaftlicher Realität. Egon Digon Egons Assemblagen bewegen sich im Spannungsfeld zwischen organischem Wachstum und konstruktiver Ordnung. Durch die Verbindung von fein gearbeiteten Holzskulpturen mit architektonischen Fragmenten und industriellen Relikten entstehen Werke, in denen das Verhältnis von Natur und Kultur neu verhandelt wird. Die Natur erscheint dabei nicht als romantischer Gegenentwurf zur Zivilisation, sondern als autonome Kraft, die bestehende Ordnungen durchdringt und transformiert. Blüten, Ranken und vegetabile Strukturen entfalten sich innerhalb technischer Gefüge und architektonischer Überreste. In diesem Zusammenspiel von Verfall und Erneuerung thematisieren die Arbeiten sowohl die Beharrlichkeit natürlicher Wachstumsprozesse als auch die Fragilität menschlicher Konstruktionen. So werden Vergänglichkeit und Beständigkeit, Widerstand und Wandel gleichermaßen sichtbar.

Vijion Art Gallery St. Ulrich Vijion Art Gallery Pontives 28 39046 St. Ulrich Gröden, St. Ulrich, BZ
Hermann Josef Runggaldier. Zwischenräume
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Exhibitions
Freitag, 24 Juli 2026 10:00-18:30 |
Es gibt Termine vom 24 Juli 2026 bis 30 Sep. 2026

„Zwischenräume“ versammelt Werke des Südtiroler Bildhauers Hermann Josef Runggaldier, die sich im Spannungsfeld von Mensch und Natur entfalten. Seine reduzierten Figuren und materialbetonten Arbeiten bewegen sich im Dazwischen: zwischen Nähe und Distanz, Sichtbarkeit und Verbergen, Körper und Raum. Runggaldiers Werke eröffnen Räume der Wahrnehmung, die sich erst im Umschreiten und im Wechsel der Perspektiven erschließen. So wird Skulptur zum Erfahrungsraum – ein Ort, an dem sich das menschliche Dasein im Dialog mit natürlichen Prozessen manifestiert.

Hofburg Brixen Hofburgplatz, 2, Brixen, BZ
Ergebnisse 26 – 35 von 35

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