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Events

Themenausstellung - Esther Stocker. Atlas
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Exhibitions
Mittwoch, 29 Apr. 2026 10:00-17:00 |
Es gibt Termine vom 18 Apr. 2026 bis 08 Nov. 2026

Esther Stockers künstlerische Sprache lebt von Schwarz und Weiß mit Facetten in Grau. Ihre bildnerischen Mittel sind Raster, die sie als offenes, modulares System mit unzähligen Gestaltungsmöglichkeiten begreift. Abweichungen innerhalb der Rasterstruktur – meist minimale Verschiebungen – erzeugen eine subtile visuelle Permutation und eine Unordnung, die das Bild in Bewegung bringen, ohne die Geometrie jemals zu verlassen. Das Raster wird nicht gebrochen, sondern durch Verschiebungen und Überlagerungen innerlich destabilisiert, wodurch eine spürbare visuelle Spannung entsteht – ein Ort des Übergangs und des Dazwischen. In der Ausstellung im Bergfried präsentiert Esther Stocker neben weiteren Arbeiten eine eigens für den Raum konzipierte lebensgroße Installation: „Atlas“. Atlas, der Titan in der griechischen Mythologie, der den Göttern des Olymps ihre Macht streitig machte und zur Strafe von Zeus dazu verurteilt wurde, auf ewig das Himmelsgewölbe auf seinen Schultern zu tragen. Auch der Bergfried-„Atlas“ ist mit einem Raster überzogen, der wie ein Korsett wirkt und an geografische Koordinaten erinnert. Der Camouflage-Effekt verwischt die Wahrnehmung von Fläche und Körper. Zur Ausstellung ist auch ein Katalog erschienen. (Heinrich Schwazer)

Evelyn Taocheng Wang: Sweet Landscape
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Exhibitions
Mittwoch, 29 Apr. 2026 10:00-22:00 |
Es gibt Termine vom 25 Apr. 2026 bis 08 Nov. 2026

Kuratiert von Leonie Radine Das Museion freut sich, die erste institutionelle Einzelausstellung von Evelyn Taocheng Wang (*1981, Chengdu) in Italien zu präsentieren. An den Schnittstellen verschiedener Medien wie Malerei, Text, Installation, Performance und Mode hat die in Rotterdam lebende Künstlerin eine einzigartige visuelle Poesie entwickelt, die von feinem Humor und kritischer Tiefe geprägt ist. Indem sie kunsthistorische Traditionen mit persönlichen Erinnerungen und autofiktionalen Elementen verbindet, hinterfragt sie Vorstellungen von Authentizität und ergründet zugleich, wie Kultur dargestellt und verkörpert wird. Wangs Bildwelt schöpft aus dem, was sie augenzwinkernd ihre „Lidschattenpalette der Kunstgeschichte“ nennt. Dabei verknüpft sie Verweise auf ihre Ausbildung in klassischer chinesischer Tuschemalerei und Kalligrafie mit den Schulen westlicher Kunst und Literatur, die sie seit ihrem Umzug nach Europa durchlaufen hat. Themen wie Migration, kulturelle Anpassung, Ausdruck von Gender und Klassenzugehörigkeit filtert sie durch ihre eigenen Lebenserfahrungen und beleuchtet dabei die Komplexität der Selbstwahrnehmung im Spannungsfeld äußerer Zuschreibungen. Wangs fortwährende Beschäftigung mit der Wandelbarkeit von Identität und kultureller Hybridität findet besonderen Widerhall in Südtirol, wo sich verschiedene Sprachen und Traditionen mischen. Für ihre Ausstellung entwickelte Wang eine Szenografie mit zahlreichen neuen Gemälden auf verschiedenen Bildträgern, die an frühere Werkgruppen anknüpfen und Eindrücke ihrer Ortsbesuche widerspiegeln. Eine ihrer Inspirationsquellen war der Bozener Obstmarkt, wo sich frische Bioprodukte in bunten Auslagen zu Miniaturlandschaften auftürmen. Diese vielschichtigen Kompositionen aus Farbe, Textur und Form, wie die Künstlerin sie auch in den mittelalterlichen Fresken im Schloss Runkelstein und in der Dominikanerkirche vorfand, finden ihren Nachhall in ihrer eigenen bildnerischen Erzählweise. Durch die Überlagerung ihrer Werke mit Erinnerungen an die visuelle Sprache Bozens und Fragmenten ihrer Wahrnehmung der italienischen Kultur schreibt sie sich mit Humor, Feingefühl und poetischen Nuancen in die Szenerie ein. Die Fähigkeit, sich in verschiedene kulturelle und visuelle Landschaften zu versetzen oder in die Rolle historischer oder fiktiver Figuren zu schlüpfen, prägt Wangs künstlerisches Schaffen seit jeher. Besonders deutlich wird dies in den fünf Werkgruppen, die sie für die Ausstellung mit neuen Arbeiten weiterführt. Neben der Ergänzung ihrer bekannten Imitationen der Rastergemälde von Agnes Martin um ortsspezifische Referenzen integriert sie regionale Motive in Seidenmalereien und eigene Kleidungsstücke. Auch das Märchen „Der Froschkönig“ der Brüder Grimm bleibt eine Inspiration für Wang. Diesmal versetzt sie die wiederkehrende Figur der Froschprinzessin in ein Stadtbild, das an ein Gemälde von August Macke erinnert. Zudem erweitert sie ihre Serie der Fensterbilder. Indem sie ihre Gemälde in eine architektonische Installation einbettet, die Innen- und Außenperspektiven in Einklang bringt, verwandelt sie die zweite Etage des Museums in eine „sweet landscape“. Wie der Ausstellungstitel andeutet, bildet der vermeintlich unschuldige Ausdruck, der durch eine ansprechende Landschaft hervorgerufen wird, den Hintergrund, vor dem sich Wangs tiefere Betrachtung des Ortes entfaltet. Ihr Werk steckt voller Metaphern und Sprachspiele und lädt die Betrachter*innen zu einer eingehenden Lektüre ein, bei der sich nach und nach verschiedene Bedeutungsebenen eröffnen. Zugleich reflektiert der Titel Wangs Beschäftigung mit den Gemeinsamkeiten und Widersprüchen östlicher und westlicher Auffassungen von Landschaftsmalerei. Die Tradition des „Schreibens der Landschaft“, die von chinesischen Literati (Gelehrten) mit kalligrafischem Pinsel und Tinte gepflegt wurde, ist eng mit taoistischen Prinzipien des harmonischen Gleichgewichts verbunden. Statt die Natur zu kopieren, diente diese Landschaftsmalerei der Selbstreflexion, Heilung und dem Rückzug aus politischen Machtstrukturen. Sowohl auf philosophischer als auch auf ästhetischer Ebene lädt Wangs Ausstellung dazu ein, über die Beziehung zwischen Vorder- und Hintergründigem, Sichtbarem und Verborgenem nachzudenken und Resonanzen zwischen Außenwelt und inneren Zuständen, äußeren und inneren Landschaften nachzuspüren. In diesem Sinne erklärt die Künstlerin: „Ich stelle mir meine Ausstellung wie einen imaginären Mutterleib vor. Dieser Raum des Werdens erlaubt es mir, auf die Geschichte des Ortes zu reagieren.“

Museion Piero Siena Platz, 1, Bozen, BZ
Wasser spricht
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Exhibitions
Mittwoch, 29 Apr. 2026 10:00-21:00 |
Es gibt Termine vom 29 Apr. 2026 bis 13 Mai 2026

Fotoausstellung mit geistlichen Impulsen Eröffnung: Mittwoch 29/04/2026 – 19:30Uhr Ausstelungsdauer: vom 30/04 bis 13/05/2026 Öffnungszeiten: Montag – Freitag 10:00-21:00 Uhr Hilfsprojekt Freiwillige Spenden

Bürgersaal Otto-Huber-Straße, 8, Meran, BZ
SOLO IM ENSEMBLE 1 Klaus Rungger Ein neues Wort für Zeichnun
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Exhibitions
Mittwoch, 29 Apr. 2026 11:00-17:00 |
Es gibt Termine vom 10 Apr. 2026 bis 23 Mai 2026

Klaus Rungger Ein neues Wort für Zeichnung Für Klaus Rungger steht die Zeichnung im Zentrum seines künstlerischen Schaffens. Seine Arbeiten entstehen im direkten Gegenüber mit einem Modell und werden meist nicht nachträglich überarbeitet. In diesem unmittelbaren Moment versucht er, Ausstrahlung, Form, Farbe und Linie einzufangen und den Menschen jenseits von Kategorien wie Alter oder Geschlecht wahrzunehmen. Die Zeichnung wird so zu einem Raum zwischen Präzision und Freiheit, zwischen Beobachtung und Interpretation. Runggers Arbeiten eröffnen einen sensiblen Blick auf Wahrnehmung und Identität und laden dazu ein, sich auf Linien, Details und Nuancen einzulassen. Erst in der Nähe werden die feinen Spuren des Zeichnens sichtbar und machen den direkten, unmittelbaren Entstehungsprozess erfahrbar. Klaus Rungger, geboren 1969, lebt und arbeitet in Gröden. Nach dem Abschluss der Kunstschule in St. Ulrich und dem Besuch des Issam Design Instituts in Modena führt er als KFZ-Meister den elterlichen Betrieb weiter. Das Zeichnen und die Kunst bilden seit jeher einen zentralen Bestandteil seines Lebens. Seine Arbeiten wurden in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland gezeigt; 2018 erhielt er den 1. Preis beim Kunstwettbewerb Kunst unter den Sternen in Mühlbach, 2020 war er Finalist des Kunstpreises Artig in Kempten.

SKB Artes Weggensteinstraße, 12A, Bozen, BZ
SOLO IM ENSEMBLE 1 Urban Grünfelder  Kein schöner Land in di
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Exhibitions
Mittwoch, 29 Apr. 2026 11:00-17:00 |
Es gibt Termine vom 10 Apr. 2026 bis 23 Mai 2026

Urban Grünfelder Kein schöner Land in dieser Zeit Urban Grünfelders künstlerische Arbeit kreist um grundlegende Fragen nach Menschsein, Identität und gesellschaftlichen Entwicklungen. Ausgehend von aktuellen Ereignissen, alltäglichen Beobachtungen und Eindrücken aus der Natur entstehen Bilder, die zum Nachdenken über individuelle und kollektive Erfahrungen anregen. Grünfelder arbeitet mit Malerei, Skulptur und Zeichnung und verbindet in seinen Werken persönliche Wahrnehmung mit gesellschaftlichen Fragestellungen. Seine Arbeiten stellen weniger Antworten bereit, als vielmehr Fragen nach Sinn, Bedeutung und Orientierung in einer zunehmend komplexen Welt. Kunst versteht er dabei als Spiegel für die Betrachtenden: einen Raum, in dem sich eigene Gedanken, Erfahrungen und Perspektiven wiederfinden können. Die Werke laden dazu ein, innezuhalten und über die eigene Rolle innerhalb gesellschaftlicher Zusammenhänge nachzudenken. Urban Grünfelder, geboren 1967 in Brixen, absolvierte seine Ausbildung an der Kunstschule in St. Ulrich und studierte anschließend an der Akademie der Bildenden Künste in Wien. Seine künstlerische Tätigkeit ist durch eine solide akademische Ausbildung und eine kontinuierliche Auseinandersetzung mit zeitgenössischen Fragestellungen geprägt.

SKB Artes Weggensteinstraße, 12A, Bozen, BZ
SOLO IM ENSEMBLE 1 Wolfgang Zingerle Phobos Over
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Exhibitions
Mittwoch, 29 Apr. 2026 11:00-17:00 |
Es gibt Termine vom 10 Apr. 2026 bis 23 Mai 2026

Die künstlerische Praxis von Wolfgang Zingerle ist geprägt von langwierigen, experimentellen Prozessen und Versuchsanordnungen, deren Offenheit und methodische Struktur an wissenschaftliche Forschung erinnern. Im Zentrum seines Interesses steht das „Fluide“: Zustände von Materie, die unter Einwirkung äußerer Kräfte kontinuierlich transformiert werden und erst im Verlauf ihrer Prozessualität Stabilität erlangen. Zingerle macht naturwissenschaftlich beschreibbare Dynamiken sichtbar und übersetzt sie in eine eigenständige visuelle Logik, in der Kontrolle und Zufall sowie Intention und Materialeigengesetzlichkeit miteinander verwoben sind. Obwohl die Malerei den formalen Ausgangspunkt bildet, wird sie konsequent erweitert, während traditionelle Bildbegriffe bewusst aufgelöst und hinterfragt werden. Die Werke entfalten eine unmittelbare sinnliche Präsenz und verhandeln Wahrnehmung als instabilen, zeitgebundenen Prozess, wobei sie die Grenzen des Darstellbaren markieren. Sie lassen sich als Untersuchungen zu Transformation, Materialität und den Bedingungen von Sichtbarkeit lesen, in denen ästhetische Erfahrung und erkenntnistheoretische Fragestellungen untrennbar ineinandergreifen. Wolfgang Zingerle, geboren in Bruneck, studierte in Gröden, Wien und Berlin und schloss 2000 sein Studium an der Akademie der Bildenden Künste in Bologna ab. Seine künstlerische Praxis ist von großer medialer Vielfalt geprägt – von Malerei und Glaskunst über skulpturale Arbeiten bis hin zu Graffiti, Land-Art und Projekten im sozialen Kontext.

SKB Artes Weggensteinstraße, 12A, Bozen, BZ
CASA SCISCIORÉ
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Exhibitions
Mittwoch, 29 Apr. 2026 11:00-17:00 |
Es gibt Termine vom 17 Apr. 2026 bis 20 Juni 2026

Aree di Studio, Antoinette Bader, Roland Baldi, Othmar Barth, Patrizia Bertolini, Walter Blaas, Luca Boscardin, Das Ganze Leben, Debiasi Sandri, Marco Dessí, Dissegna, Diyr.dev/unibz, Draw Studio, Robert Engl, Elisabeth Frei, Karolina Gacke, Martino Gamper, Elisa Grezzani, Alexander Gufler, Beatrice Harb, Insalata-mista Studio, Kira Kessler, Katharina Theresa Mayr, Ignacio Merino, Sissa Micheli, Christian Mittendorfer, Neue Serie Handdruck, Niva Design, Elisabeth Oberrauch, Miriam Pardeller, Patternhouse.org, Plank, Reinhard Plank, Kuno Prey, Othmar Prenner, Anuschka Prossliner, Paula Prugger, Patrick Rampelotto, Alessio Ramundo, Andreas Rier, Ruralurban, Sagaría, Dunja Scannavini, Ursula Schnitzer, Barbara Schweitzer, Giorgio Seppi, Luis Seiwald, Benno Simma, Judith Sotriffer, Sabine Steinmair, Reinhold Stoll, Laurenz Stockner, Ursula Tavella, Harry Thaler, Tiefenbacher Lehmann, Veronika Thurin, Paul Thuile, Ariel Trettel, Ùtol Ceramica, Gabi Veit, Vetroricerca, Cristina Vignocchi, Lucas Zanotto, Christian Zanzotti, Katherina Zoeggeler, Zilla. Im neuen Projektraum SKB LAB des Südtiroler Künstlerbundes präsentiert sich CASA SCISCIORÉ, ein Ausstellungs- und Forschungsprojekt, kuratiert von Anna Quinz. Das Projekt erforscht alpines Design durch die Linse des Spiels und bewegt sich dabei zwischen Tradition und Gegenwart, Materialität und Imagination. Es vereint Arbeiten von Designer:innen und Künstler:innen aus Trentino-Südtirol, die handwerkliche Wurzeln, Materialkultur und zeitgenössische Visionen miteinander verbinden. Im SKB LAB nimmt CASA SCISCIORÉ die Form eines bewohnbaren Raumes an: Möbel, Leuchten, Textilien und Objekte treten in einen vielschichtigen Dialog und schaffen eine sinnlich erfahrbare Umgebung. Über 60 Designer:innen und Künstler:innen gestalten gemeinsam eine installative „Hauslandschaft“, die dazu einlädt, Materialien, Formen und Erzählungen zu entdecken und die Idee von Zuhause als offenen, fluiden und spielerischen Raum neu zu denken.

SKB LAB Weggensteinstraße, 12A, Bozen, BZ
Arcipelago Verticale
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Exhibitions
Mittwoch, 29 Apr. 2026 15:00-19:00 |
Es gibt Termine vom 11 März 2026 bis 02 Mai 2026

Fotografie, Illustrationen und Projekte von: Beatrice Citterio, Francesco Marinelli (Dolomiti Contemporanee), Jonathan Coen, Laboratorio OffTopic, Leonhard Angerer, Manuel Riz, Marco Gasparic (Broken Window Theory), Rob Hornstra, Studentinnen und Studenten der Fotografieseminare Bauer Anatomie und Dynamik eines Territoriums in Zusammenarbeit mit Dolomiti Contemporanee und TeSAF (UniPa), Teresa de Toni (Dolomiti Contemporanee), Till Aufschlanger (Broken Window Theory), Voci di Cortina. - In der aktuellen Klimarealität, in der der Temperaturanstieg die alpinen Berggebiete doppelt so stark trifft wie die Ebenen und die Schneedecke kontinuierlich abnimmt, erstrecken sich die „am weitesten verbreiteten und nachhaltigsten Winterspiele aller Zeiten“ über ein Gebiet von rund 22.000 km² und durchqueren dabei sehr unterschiedliche Kontexte und Ökosysteme: von Mailand bis Cortina d’Ampezzo, von Bormio und Livigno ins Val di Fiemme, bis nach Antholz und Verona – bei öffentlichen Investitionen von über 6 Milliarden Euro. Doch was bedeutet ein Ereignis dieser Größenordnung für die Gebiete, die es austragen? Und vor allem: Ist es möglich, von sozialer, wirtschaftlicher und ökologischer Nachhaltigkeit zu sprechen? Durch eine visuelle Analyse der Problematiken des olympischen Wintermodells und seines Vermächtnisses stellt Arcipelago Verticaledessen Praktiken und Vorstellungswelten infrage und macht die strukturelle Abhängigkeit von der Ausbeutung lokaler Ressourcen – insbesondere natürlicher und kultureller – sichtbar. Dabei tritt vor allem ein Wasserarchipel hervor, das für das Überleben dieses Wirtschaftsmodells unverzichtbar ist: Es dehnt sich Jahr für Jahr oberhalb der Skihänge aus, um deren Beschneiung zu ermöglichen, und bündelt Ressourcen sowie öffentliche Gelder vertikal auf wenige punktuelle Knoten, verstreut über Alpen und Dolomiten, deren „insularer Zyklus“ bereits vor Millionen von Jahren begann. Die Vermehrung dieser Infrastrukturen erzeugt eine fragmentierte Geografie, bestehend aus technischen Flächen und Zonen der Übernutzung, die miteinander verbunden, territorial jedoch diskontinuierlich sind. Inseln sind die künstlichen Speicherbecken – drei davon eigens für die Olympischen Winterspiele errichtet – ebenso wie die Hunderte von Baustellen entlang des Alpenbogens in unterschiedlichen Höhenlagen: im Bau, abgeschlossen oder in Planung. Für einige ist die Fertigstellung bis 2032 vorgesehen. Das Archipel steht schließlich auch für die politische Distanz zwischen Entscheidungszentren und Zivilbevölkerung – eine Distanz, die durch die Dringlichkeit des olympischen Modells unüberwindbar geworden ist und es den lokalen Gemeinschaften verwehrt hat, sich mit jenen auseinanderzusetzen, die grundlegende Entscheidungen über ihr eigenes Territorium getroffen haben. Dadurch wurde sowohl die Chance vertan, erhebliche Investitionen in Strukturen und Modelle zu lenken, die nachweislich darauf angewiesen gewesen wären, als auch das legitime Recht der Bevölkerung, sich zu informieren und zu den sie betreffenden Veränderungen Stellung zu nehmen. Beatrice Citterio

Galerie Foto Forum Weggensteinstraße 3F, Bozen, BZ
Stein im Werden - Gruppenausstellung
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Exhibitions
Mittwoch, 29 Apr. 2026 16:00-19:00 |
Es gibt Termine vom 10 Apr. 2026 bis 04 Mai 2026

Seit jeher fasziniert der Werkstoff Stein die Menschheit; seine Bearbeitung erfordert Geduld, Präzision und Ausdauer. Doch einmal von der Hand eines Steinbildhauers erschaffen, überdauern Büsten, Standbilder und Reliefs die Zeit. Obwohl neue Materialien und digitale Medien die Kunstwelt bereichert haben, ist Stein nach wie vor ein zentrales und wandlungsfähiges Medium in der zeitgenössischen Kunst und Bildhauerei. Steine sind in unserem Kontakt mit der Außenwelt allgegenwärtig und bleiben doch meist unbeachtet. In stark zerkleinerter Form finden sie sich in zahlreichen Alltagsgegenständen oder als Baustoff. Sie sind vielseitig nutzbare und formbare Rohstoffe, die oft unscheinbar in den menschlichen Gebrauch eingebunden sind. Diese Wahrnehmung kann als Kommunikationsbrücke zwischen Umwelt und Mensch verstanden werden. Der Stein steht somit nicht nur für Dauer und Monumentalität, sondern auch für Zeit, Wandel und Erdgeschichte. In der aktuellen Kunst erhält der Stein als Zeuge des Anthropozäns eine zusätzliche inhaltliche Tiefe. Die Geschichte der Steinskulptur ist eine jahrtausendealte Reise, die von frühen, archaischen und totemistischen Figuren bis zu komplexen architektonischen und künstlerischen Meisterwerken reicht. Sie steht stellvertretend für religiöse und funeräre Symbole im Alten Ägypten und in Mesopotamien sowie für die Verehrung von Gottheiten und Herrschern in der griechischen und römischen Antike. Von den dynamischen, dramatischen Formen Michelangelos und Gian Lorenzo Berninis in der Renaissance setzt sich diese Entwicklung in den vielfältigen Ausdrucksformen der zeitgenössischen bildenden Kunst fort. Die großen steinernen Kunstwerke der Menschheitsgeschichte haben über die Jahrhunderte hinweg nichts von ihrer Schönheit und Kraft verloren. Stein ist ein zeitloses Material, das sich immer wieder neu behauptet und auch in der zeitgenössischen Kunst fest verankert ist. Als künstlerisches Medium hat es keineswegs ausgedient. Vielmehr steht er für Beständigkeit und verlangt zugleich intensive Hingabe und Auseinandersetzung, was in den Werken unmittelbar spürbar ist. Früher wurde Stein hauptsächlich mit klassischer Skulptur in Verbindung gebracht. In der zeitgenössischen Kunst wird er jedoch deutlich freier, experimenteller und konzeptueller eingesetzt. Die Erweiterung von Formen und Kontexten führt zu neuen Ausdrucksweisen wie Installationen, Land Art und ortsspezifischen Arbeiten. Dabei kommen zunehmend rohe, unbearbeitete Steine zum Einsatz statt perfekt polierter Oberflächen. Oft werden sie mit anderen Materialien kombiniert, beispielsweise mit Metall, Glas, Neon, Textilien oder Videos, aber auch mit Licht- oder Klanginstallationen. So hat der Land-Art-Künstler Richard Long beispielsweise Natursteine für minimalistische, prozesshafte Werke in Landschaftsräumen genutzt. Durch das Versetzen, Ordnen oder Stellen in neue Kontexte schrieb er den Steinen neue Bedeutungsebenen zu – etwa im Spannungsfeld von Eingriff, Veränderung und Transformation. So steht Stein heute nicht mehr nur für Dauer und Monumentalität, sondern auch für Ursprünglichkeit und Zeitlichkeit, kulturelle Identität sowie für ökologische und nachhaltige Fragen. Künstler wie Anish Kapoor oder Giuseppe Penone erforschen den Werkstoff im Dialog mit Raum, Körper und Natur. Dabei wird die Materialität selbst häufig zum Thema: Gewicht, Widerstand, Bruch und Festigkeit rücken ins Zentrum der künstlerischen Auseinandersetzung. Durch diese veränderte Wahrnehmung gewinnen zeitgenössische Steinskulpturen eine besondere Zeitlosigkeit und entfalten eine starke, unmittelbare Präsenz. Ausstellende Künstler*innen: Markus Gasser, Flavio Senoner, Bruno Vallazza, Otto Piazza, Arianna Moroder, Thaddäus Salcher und Michael Höllrigl Flavio Senoner präsentiert in der Ausstellung eine stark abstrahierte Frauenbüste. Eine voluminöse, gerundete Form verdichtet sich zu einer geschwungenen Kante und verleiht der Skulptur eine ruhige, zugleich kraftvolle Präsenz. Das 1998 entstandene Werk markiert einen frühen Übergang in seinem Schaffen – den Schritt von der figurativen Darstellung hin zur Abstraktion. Arianna Moroder greift auf Stein in seiner ursprünglichen Form zurück. Steine aus unterschiedlichen Fundorten werden zu einer Kette, einem Rosenkranz, zusammengefügt. Die Schwere und Ursprünglichkeit des Materials verstärken die vielschichtige Symbolik der Arbeit, die zwischen Urgeschichte, Glauben, Verbundenheit und Tradition oszilliert. Die in Stein gemeißelten Köpfe des Künstlers Markus Gasser strahlen eine ausgeprägt archaische Präsenz aus. Sie vermitteln dem Betrachter Empfindungen von Sehnsucht, Hingabe und innerer Sammlung. Teilweise scheint es, als würden die in sich gekehrten Köpfe direkt aus der ursprünglichen Form des Steins herauswachsen. Die Skulpturen von Thaddäus Salcher zeichnen sich durch eine besondere Balance von Sinnlichkeit und stiller spiritueller Präsenz aus. Seine stark reduzierten Figuren nähern sich der menschlichen Gestalt lediglich in Andeutungen. Dabei dient die Form als Träger innerer Zustände: Salchers Interesse gilt weniger der äußeren Erscheinung als vielmehr der Verdichtung von Empfindungen und Emotionen, die den Figuren eine ruhige, kontemplative Ausstrahlung verleihen. Der 1928 geborene und 2016 verstorbene Künstler Bruno Vallazza ist in der Ausstellung mit Skulpturen vertreten, bei denen Schmiedeeisen und Kieselsteine kombiniert wurden. Die Steine behalten dabei ihre weich gerundete Form, werden jedoch zu neuen plastischen Einheiten zusammengefügt. In konglomeratartigen Verdichtungen entstehen so Andeutungen menschlicher Figuren. Ergänzend sind zwei aus Marmor gefertigte Skulpturen zu sehen, in denen Vallazza mit stark reduzierten Formen ebenfalls menschliche Figurationen anklingen lässt. In den Skulpturen von Otto Piazza finden Formvorstellungen archaischer und antiker Kulturen ihren Widerhall. Seine voluminösen, anthropomorphen Figuren vermitteln Kraft, Beständigkeit und Erdverbundenheit. In ihrer kompakten Plastizität scheinen sie die Energie der Dolomitenlandschaft in sich zu tragen, deren Gestein und Massivität in ihrer Erscheinung nachhallen. Der Bildhauer und Zeichner Michael Höllrigl (1936–2024) widmete sein künstlerisches Schaffen zeitlebens dem Thema Mensch. In seinen Skulpturen reduziert er die menschliche Gestalt auf wenige, präzise gesetzte Formen, die die Konturen des Körpers eher umschreiben als ausformulieren. Durch das Zusammenfügen geometrischer Volumen entstehen konzentrierte plastische Setzungen, in denen der menschliche Körper als archetypische Form präsent wird. In einigen Arbeiten verbindet Höllrigl Elemente zu totemartig aufragenden Steinskulpturen.

Vijion Art Gallery St. Ulrich Vijion Art Gallery Pontives 28 39046 St. Ulrich Gröden, St. Ulrich, BZ
PRIMAL FOCUS – Niklas Jäger
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Exhibitions
Mittwoch, 29 Apr. 2026 16:00-19:00 |
Es gibt Termine vom 25 Apr. 2026 bis 17 Mai 2026

Die Werke von Niklas Jäger wirken wie Fragmente vergangener Erinnerungen – archaische Muster, die in die Gegenwart übertragen wurden. Sie zeigen einfache Formen und Zeichen, deren Bedeutung sich bewusst einer klaren Definition entzieht. Der Moment, in dem Jäger zum Bleistift greift und Linien in die Fläche graviert, ähnelt der Vorgehensweise eines urzeitlichen Menschen, der sein Werkzeug in die Hand nimmt, um Spuren seines Selbst zu hinterlassen. Der einzige Unterschied besteht darin, dass seine Geste heute in einer modernen Welt stattfindet, die zunehmend von Regeln und Verboten bestimmt wird. Niklas Jäger wurde 1993 in Belgien geboren und wuchs in Frankreich auf. Nach einem längeren Aufenthalt in Indien und Nepal wandte er sich der Holzskulptur zu. Zunächst besuchte er eine Schnitzschule in Frankreich, bevor er 2020 nach Gröden kam, um dort den Spezialisierungskurs für Holzbildhauerei zu absolvieren. Nach den drei Jahren Ausbildung blieb er aus Verbundenheit zu der Region im Ort St. Ulrich, knüpfte zahlreiche Kontakte und fand gute Freunde.

Kreis für Kunst und Kultur Antoniusplatz 102, St. Ulrich, BZ
Atelier dell'Errore. Pinking up
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Exhibitions
Donnerstag, 30 Apr. 2026 10:00-13:00 | 15:00 - 19:00
Es gibt Termine vom 28 Feb. 2026 bis 09 Mai 2026

Arbeitsgemeinschaft: Laura Aurelio aka Sméagol, Giorgia Ballabeni aka GB7, Gianluca De Marco aka GiangiGiangetto, Nicole Domenichini aka Niki Baxter, Giulia Gaiti aka Mozzy, Nicolò Grisendi aka Sid, Marco Iardino aka Scotland Yardo, Francesco Mandalà aka Metta, Luca Santiago Mora aka Garibaldi, Matteo Morescalchi aka The Gamer, Matteo Sandrin aka Pitbull, Giulia Zini aka July Shining.  PINKING UP ist die Ausstellung, die Ar/Ge Kunst dem Atelier dell’Errore und seiner jüngsten Produktion widmet, der sogenannten rosa Periode, in der das Begehren zum zentralen Motor der künstlerischen Forschung wird. Ein Begehren, das nicht als Mangel verstanden wird, sondern als eine schöpferische Kraft, die in der Lage ist, die Form über sich selbst hinauszutreiben. Das 2002 von Luca Santiago Mora gegründete Atelier dell’Errore ist heute ein Kollektiv, das aus zwölf Künstlern und Künstlerinnen besteht, deren Praxis auf einem kollektiven Arbeitsprozess basiert, in dem der Fehler kein zu korrigierendes Limit darstellt, sondern eine Öffnung: den Punkt, an dem die Kreatur hervortreten kann. Die Tiere, die die Ausstellung bevölkern, sind weder entworfen noch dargestellt – sie geschehen. Es sind hybride, wandelbare Organismen, entstanden aus der Konvergenz vieler Hände und Sensibilitäten. Sie folgen weder Taxonomien noch stabilen Identitäten, sondern erscheinen als Übergangsfiguren, als vorläufige Resultate eines kollektiven Begehrens. In der rosa Periode nimmt dieses Begehren eine explizit transindividuelle Form an, die die Grenzen zwischen Mensch und Tier, zwischen Selbst und Anderem aufhebt. PINKING UP erscheint somit als ein kollektiver Organismus in ständigem Werden: keine abgeschlossene Erzählung, sondern eine offene Phase eines gemeinsamen Prozesses, in dem der Fehler zur Möglichkeit wird und das Begehren Gestalt annimmt.

ar/ge Kunst Museumstraße, 29, Bozen, BZ
WEST SIDE HISTORY
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Exhibitions
Donnerstag, 30 Apr. 2026 16:00-19:00 |
Es gibt Termine vom 09 Apr. 2026 bis 31 Mai 2026

Der Bozner Stadtteil Neugries (Europa Neustift) ist heute das am dichtesten besiedelte Viertel von Bozen. Die Ausstellung von Ansichtskarten aus der Sammlung Gaetano Sessa der Stiftung Bozner Schlösser, ergänzt durch Leihgaben von Privatarchiven und Vereinen aus der Stadt, möchte die Geschichte des Bozner Stadtviertels Neugries nachzeichnen. Besonderes Interesse erwecken die Bilder der alten Bauernhöfe, die den Bozner Talkessel ursprünglich geprägt haben, und die exklusiv für die Ausstellung in Mariaheim von deren Besitzern zur Verfügung gestellt wurden. Die zahlreichen Höfe und rund 8 ha Weinberg, die einst das historische Anwesen von Maria Heim umgaben, mussten zum Teil dem Bau des Rione Littorio in der faschistischen Epoche und der Nachkriegszeitbauten weichen. Die Eröffnung der Messe in der Romstraße, der Bau einer Eishalle, Wohnhäuser, Schulen, Kinosäle und weitere Einrichtungen vervollständigten schließlich das heutige Stadtbild. Eine Bilderreise - und nicht nur - vom Ende des 19. Jahrhunderts bis in die Gegenwart, die uns zum Nachdenken anregt.

Maria Heim Neustifterweg 5, Bozen, BZ
freedom
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Exhibitions
Dienstag, 05 Mai 2026 15:30-22:30 |
Es gibt Termine vom 05 Mai 2026 bis 16 Mai 2026

L’opera è parte centrale dell’installazione realizzata per l’esposizione Brainphone presso Assab One a Milano tra dicembre 2025 e gennaio 2026. Essa dà il titolo alla stagione XXVI di Teatro Pratiko e a CRATere – piccola rassegna di teatro, arti e umanità – che a maggio ha il suo momento saliente. Inaugurazione: martedì 05/05/2026 – ore 18:00 con l’azione respiro, omaggio all’artista Giuseppe Penone Durata della mostra: dal 6 al 16/05/2026 Orari di apertura: lunedì – sabato ore 15:30 – 22:30 Entrata libera Nell’ambito di CRATere – piccola rassegna di teatro, arti e umanità – freedom Foto: freedom di Nazario Zambaldi – cm 200x100x3, tecniche miste su tela, 2026

Centro per la Cultura Merano Via Cavour, 1, Merano, BZ
Quo Vadis? I don’t see any nouns, I see only verbs
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Exhibitions
Samstag, 09 Mai 2026 10:00-12:00 | 15:00 - 19:00
Es gibt Termine vom 09 Mai 2026 bis 06 Juni 2026

Artista: Edson Luli A cura di Nicolò Faccenda I don’t see any nouns, I see only verbs presenta una serie di opere installative dell’artista Edson Luli (Scutari, 1989). Nel lavoro di Luli, il linguaggio diventa uno strumento per interrogarsi su come l’essere umano percepisce e interpreta la realtà che lo circonda: qual è il rapporto tra i nostri pensieri e il mondo in cui viviamo? L’artista ci invita ad acquisire una più profonda consapevolezza del modo in cui vengono create le cornici di senso, nell’urgenza di individuare modi alternativi di intendere il rapporto con la sfera sociale e ambientale.

Centro Trevi – TreviLab Via Cappuccini 28, Bolzano, BZ
LanaLive: Hinterbühne der Gefühle
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Exhibitions
Samstag, 09 Mai 2026 15:00-19:00 |
Es gibt Termine vom 09 Mai 2026 bis 17 Mai 2026

Im Zentrum von LanaLive steht eine Ausstellung im kulturellen „Bauch“ von Lana – im von Willy Gutweniger geplanten und 1973 eröffneten Raiffeisenhaus (ehemals Kulturhaus). Kurz vor Beginn der Umbauarbeiten kuratieren Hannes Egger und Annika Terwey hier ein ganzheitliches Ausstellungserlebnis, das bildende Kunst, Video, Musik und Performance miteinander verwebt. Die Besucher*innen durchstreifen die Räume der Hinterbühne – jene Orte, an denen Masken fallen und sich reale Gefühle verdichten, die auf der Bühne nur gespielt werden. In einem atmosphärischen, immersiven Parcours durch Umkleideräume, Toiletten und Lagerräume windet sich die Ausstellung wie durch verschlungene Hohlräume eines Bauchs. Zwischen Angst, Scham, Freude, Ekel und Trauer entfaltet sich ein vielschichtiges Wechselbad der Emotionen. Die Kunstwerke werden dabei nicht nur sichtbar, sondern körperlich und sinnlich erfahrbar. Internationale und lokale Künstler*innen widmen sich in ihren Arbeiten emotionalen und gesellschaftlichen Zuständen: in einem Video über die tiefe Zuneigung zu einem verstorbenen Hund, dem Geruch von paranoiden Männern, einem partizipativen Projekten zur Scham oder in Protestfotografie zwischen Wut und Hoffnung. Installationen machen Ekel und Trauer erfahrbar und eine verspielte Installation feiert die Freude des Lebens. Künstler*innen: Laurin Böhm, Franziska Egger, Mariam Giunashvili, En Kitane, Amanda SRGE Lindsay, Sabrina Mandelli, Sofia Margesin, Mahsa Naraghipour, Hyunjin Park, Nadia Tamanini, Mona Lisa Tina, Sissel Tolaas, Cass Yao.

Raiffeisenhaus Andreas Hofer Str. 9, Lana, BZ
Quo Vadis? Mirë se vini - Mirë se ju gjeta
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Dienstag, 12 Mai 2026 16:00-19:00 |
Es gibt Termine vom 12 Mai 2026 bis 07 Juni 2026

Artiste: Daria Akimenko, Joana Preza, Stefania Rossi A cura di Margherita Cestari e Samira Mosca Una mostra che nasce dal desiderio di aprire uno spazio di riflessione sull’Albania attraverso storie, incontri e sguardi condivisi. Un progetto che prende forma dal dialogo con persone di origini albanesi, con chi ha attraversato il Paese durante un viaggio e con chi appartiene alla seconda generazione cresciuta tra più culture. Dalle conversazioni, dalle porte di casa aperte e dai racconti di un passato ancora vicino emergono memorie personali, frammenti di vita quotidiana e ricordi che continuano a circolare tra le generazioni. La comunità albanese in Trentino-Alto Adige vive accanto a noi ogni giorno, eppure le sue storie restano spesso inudite. A Laives, attraverso una serie di interviste, saranno le persone stesse a raccontarsi: le loro storie di partenza e di arrivo, di appartenenza e di trasformazione, in un dialogo autentico che restituisce voce e presenza a chi spesso rimane sullo sfondo. La mostra Mirë se vini - Mirë se ju gjeta è un luogo di incontro tra prospettive e culture, uno spazio in cui il racconto individuale si trasforma in occasione di dialogo e di scoperta reciproca.

Sala Espositiva Via Pietralba 29, Laives, BZ
Som Supaparinya  Mo num en ts
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Freitag, 15 Mai 2026 10:00-22:00 |
Es gibt Termine vom 15 Mai 2026 bis 14 Juni 2026

Das Museion präsentiert Mo num en ts (2025), eine Videoarbeit der thailändischen Künstlerin Som Supaparinya, dje im Rahmen des Southeast Asian Video Art Production Grant 2024 der Han Nefkens Stiftung entstanden ist. An der Schnittstelle von historischer Recherche und Feldforschung arbeitet Supaparinya seit über zwei Jahrzehnten zu Landschaften in Südostasien als Orte, die von politischen Ideologien, ökologischen Transformationen und kollektiver Erinnerung geprägt sind. In Mo num en ts richtet sie den Blick auf die langfristigen Auswirkungen der Infrastruktur des Kalten Krieges in der Mekong-Region. Staudämme, Straßen und Stromnetze erscheinen dabei nicht nur als Zeichen von Modernisierung, sondern als dauerhafte Strukturen, die Territorien, Gemeinschaften und Umwelt bis heute prägen. Als Einkanal-Videoinstallation präsentiert, verbindet die Arbeit neu aufgezeichnetes Material mit Archivaufnahmen aus Medien und Propaganda des Kalten Krieges. In einer vielschichtigen und fragmentierten Bildsprache führt der Film unterschiedliche Zeitlichkeiten und Perspektiven zusammen, entzieht sich einer linearen Erzählweise und eröffnet stattdessen eine komplexere und offenere Lesart von Geschichte. Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit internationalen Partnerinstitutionen realisiert, darunter das Jim Thompson Art Center (Bangkok), The Outpost (Hanoi), das Hiroshima City Museum of Contemporary Art, die Kunsthal Charlottenborg (Kopenhagen) sowie das Rockbund Art Museum (Shanghai). Nach Präsentationen an diesen Orten wird die Arbeit in die Sammlung des Museion übergehen. Mit Mo num en ts versteht Supaparinya Landschaft als ein lebendiges Archiv, als einen Raum, in dem sich politische Entscheidungen, ökologische Prozesse und menschliche Erfahrungen über die Zeit hinweg einschreiben.

Museion Piero Siena Platz 1, Bozen, BZ
SOLASTALGIA Sofia Melluso und Gianluca Concialdi
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Exhibitions
Freitag, 22 Mai 2026 10:00-13:00 | 15:00 - 19:00
Es gibt Termine vom 22 Mai 2026 bis 25 Juli 2026

kuratiert von Francesca Verga und Zasha Colah Am 21. Mai 2026 eröffnet in der Ar/Ge Kunst die Ausstellung Solastalgia Sofia Melluso und Gianluca Concialdi. Sie befasst sich mit den Veränderungen von Orten unter dem Druck des globalen Tourismus. Ausgehend von Palermo und in Abstimmung auf dem Bozner Kontext, nimmt das Projekt die Gestalt einer friggitoria-bar an, einer Frittier-Bar, die als ein vielschichtiges Dispositiv verstanden wird. Sie bleibt in der Schwebe zwischen künstlicher Konstruktion und alltagsbezogenem Wissen, wobei Skulpturen, Texte und Installationen zum Nachdenken über Ökonomien der Aufwertung und ihre materiellen und symbolischen Auswirkungen anregen. Zwischen Verführung und Verwertung, Folklore und Branding bewegt sich die Ausstellung im Raum der „Solastalgie“: jenem Gefühl des Verlusts, das sich einstellt, wenn man an einem Ort bleibt und dieser zwar weiter besteht, ganz allmählich aber aufhört, mit sich übereinzustimmen. Sofia Melluso (Palermo, 1992) ist eine bildende Künstlerin, deren Schaffen verschiedene Ausdrucksformen umfasst und sich dabei zwischen Keramik, Zeichnung, Schrift und Fotografie bewegt. Ihre künstlerische Forschung erstreckt sich zudem auf den kollektiven, prozesshaften und transdisziplinären Bereich und hinterfragt Machtsysteme und Dynamiken der Repräsentation, die Subjektivität, Sprachen und Territorien prägen. Sofia Melluso gehört dem 2020 gegründeten Kollektiv ৺ ෴ ර ∇ ❃ ̅ ̅ an, mit dem sie einen unabhängigen Kunstraum in Palermo betreibt. Gianluca Concialdi (Palermo, 1981) lebt und arbeitet in Palermo und widmet sich vor allem abstrakter Malerei und experimentellen Materialien. Seine Praxis verschränkt Malerei, Schrift und Installation: Er gestaltet Doppelbilder auf Papier und verdichtet sie anhand von Collagen, Gouache und Sprühfarbe, wobei sich urbane Geschichten, Irrungen und Wirrungen sowie Ironie überlagern in einer Bildsprache, die sich gewohnten Betrachtungsweisen entzieht. Das Prinzip der Doppelung ist den Werken selbst eingeschrieben – mit einer verborgenen und einer sichtbaren Seite – ebenso wie den Werktiteln der Interventionen, die oftmals poetisch und widersprüchlich sind.

Ar/Ge Kunst Museumstraße, 29, Bozen, BZ
Private Collections
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Exhibitions
Samstag, 23 Mai 2026 10:00-17:00 |
Es gibt Termine vom 23 Mai 2026 bis 08 Nov. 2026

Die Ausstellung gewährt einen überraschenden Einblick in zahlreiche Südtiroler Privatsammlungen und präsentiert anhand ausgewählter Beispiele Kunstwerke lokaler sowie internationaler Künstlerinnen und Künstler, die von der frühen Neuzeit bis in die Gegenwart reichen. Im Mittelpunkt stehen die Sammlerinnen und Sammler selbst, ihre Motivation, ihr Kultursponsoring, ihr Mäzenatentum sowie ihre besondere Beziehung und Vorliebe für bestimmte Künstlerinnen und Künstler.

Harald Kastlunger. Intuition - Komposition
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Exhibitions
Montag, 01 Juni 2026 10:00-18:30 |
Es gibt Termine vom 01 Juni 2026 bis 28 Juni 2026

Seit den 1960er-Jahren entwickelt Harald Kastlunger (geb. 1937 in Brixen) aus Zeichnung, Malerei und Plastik eine eigenständige Bildsprache zwischen Abstraktion und Figuration. Die Ausstellung präsentiert zentrale Werkgruppen aus sechs Jahrzehnten und bietet einen kompakten Überblick über ein konsequent entwickeltes Oeuvre, in dem intuitive Bildfindung und strenge Formgebung eng miteinander verbunden sind.

Hofburg Brixen Hofburgplatz, 2, Brixen, BZ
Ergebnisse 26 – 48 von 48

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