Einloggen

Einloggen

Anuschka Prossliner, Sabine Steinmair: line.point.texture.a - Veröffentlicht von martin_inside

0
×

Achtung

Dieses Event ist vorbei, bleibe mit uns für weitere Events

Event-Informationen

Linien, Punkte und Texturen bilden die gemeinsame Sprache, in der Anuschka Prossliner und Sabine Steinmair in Dialog treten. Der Punkt fungiert dabei als elementares Teilchen, das ihre Werke verbindet. Sowohl in den Zeichnungen und Collagen von Anuschka Prossliner als auch in den filigranen, aus Fäden und Papier geschaffenen Objekten von Sabine Steinmair ist der Punkt Ausdruck höchster Konzentration. Gleichzeitig dehnt er sich in seiner Gesamtheit zum Mittel der Zerstreuung und Entgrenzung aus.

Die Werkserien von Prossliner, ausgeführt mit Fineliner, Kugelschreiber und Buntstiften, sind geprägt von einer poetischen Ironie, die sich oft erst bei genauer Betrachtung offenbart. Ein Wechselspiel aus sanften und harten Linien durchzieht ihre Arbeiten. Während Prossliner in ihren Arbeiten immer wieder Einschnitte, harte Kanten und Flächen einsetzt, spinnt Steinmair spielerisch und frei die Fäden zu skulpturalen Gebilden zusammen. Steinmairs Objekte entfalten ihre Wirkung durch Zurückhaltung. Textilien, Gold und Papier verstricken zu ätherischen Narrativen, die mit fließenden Bewegungen und einem Hauch von Transzendenz ihrer subtilen Kraft Ausdruck verleihen.

Beide Ansätze sind höchst arbeitsintensiv und zeugen von einem tiefen Bewusstsein für die Zeit und ihren Takt: Obsessiv ausdauernd mit einem Hang zur Reduktion und zum Kleinen entstehen Werke, die zwischen Zartheit und Prägnanz den Zeitgeist nachspüren und sanft bestimmend und festgeschrieben Texturen aufbrechen.
Der Ausgangspunkt für die einzelnen Arbeitszyklen liegt in Empfindungen, die durch äußere Eindrücke angestoßen, zu Gedankenformationen heranwachsen und schließlich durch die Handarbeit greifbar werden. „Line.point.texture.a dialogue“ markiert die erste größere gemeinsame Ausstellung der beiden Künstlerinnen. Mit den ausgewählten Werkserien betonen sie den Konsens, der trotz ihrer formal unterschiedlichen Ansätze besteht. Als verbindendes Element und kleinster gemeinsamer Nenner dient die im Titel erkennbare Anlehnung an Wassily Kandinskys Werk Punkt und Linie zu Fläche.

Anuschka Prossliners künstlerische Auswahl kreist um zwei zentrale Themen, die Zeit und dem Widersprüchlichem. In einem paradoxen Spannungsfeld zwischen Zeitlosigkeit und Zeitbezug, zwischen Ursache und Raum entfalten sich strenge, geometrische Oberflächen. Diehandschriftlose Klarheit wird durch winzige Risse, die Einblicke ins Innerste geben, korrumpiert. Prossliner kreiert Spielanleitungen, um die Wirkung kontrastreicher Oberflächen und deren Darunter erfahrbar zu machen. Werktitel wie Silent people, loud minds, Grey life, colourful dreams oder Die gute Fee, das war a Hex betonen diese polarisierenden formalen Inszenierungen auf Papier und laden dazu ein, das Entwicklungspotential im Gegensätzlichen zu entdecken.

In Sabine Steinmairs Arbeiten entfaltet sich eine stille Alchemie der Verwandlung, in der Materialien neue Formen finden und eine veränderte Perspektive offenbaren. Ihre dreidimensionalen Werke und Zeichnungen sind weniger von Kontrasten durchzogen als von einem offenen Dialog, der Raum für Zwischentöne schafft. Textilien, Texte, Fäden aus unterschiedlichsten Materialien und Verpackungen werden zusammengefügt, verflochten und in Beziehung gesetzt. Aus ihrem Zusammenspiel entsteht ein unerwarteter Kosmos, in dem das Wesen von Materialien entgrenzt und Dinge neu formiert werden.

Lisa Trockner

Die Ausstellung ist kuratiert von Lisa Trockner.

Kontakte :

Datum und Uhrzeit des Events :

Es gibt Termine vom 14 Feb. 2025 bis 18 Apr. 2025

Veröffentlicht von :

Könnte dich auch interessieren :

  • Es gibt Termine vom 20 Feb. 2026 bis 31 Jan. 2027
    Kuratiert von der Museion Passage Group in Zusammenarbeit mit dem Künstler Eduard Habicher Das Museion eröffnet sein Programm 2026 mit der Ausstellung Eduard Habicher. Memory in Motion. Die Präsentation, die dem 70. Geburtstag des Südtiroler Bildhauers (geb. 1956 in Mals) gewidmet ist, findet in der Museion Passage statt und ist frei zugänglich. Eduard Habicher zählt zu den prägenden Positionen der zeitgenössischen Skulptur aus Südtirol mit internationaler Ausstrahlung. Bekannt ist er vor allem für seine großformatigen Arbeiten im öffentlichen Raum, die sich durch eine starke räumliche Präsenz und einen sensiblen Dialog mit ihrer Umgebung auszeichnen. Seine Werke sind dauerhaft an zahlreichen Orten installiert, unter anderem in der Therme Meran, in der Fundación Pablo Atchugarry in Uruguay sowie in Berlin, Italien und Österreich. Für die Museion Passage hat Habicher vier monumentale Skulpturen geschaffen: Hommage, Passage, Geöffnet–aperto und Pro-tetto. Die Arbeiten bestehen aus Industrieprofilen und Edelstahl, Materialien, die ursprünglich für Rationalität, Stabilität und Funktionalität stehen. Durch präzise handwerkliche Eingriffe werden sie gebogen, geöffnet und neu ausbalanciert. So entstehen skulpturale Linien, die trotz ihrer Masse eine überraschende Leichtigkeit entfalten. Ein zentrales Element in Habichers Werk ist die charakteristische rote Farbe. Diese „rote Linie“ durchzieht auch die Skulpturen in der Passage: Sie spannt sich durch den Raum, setzt Akzente und verbindet die einzelnen Arbeiten visuell miteinander. Ohne Sockel direkt im Raum platziert, begleiten die Skulpturen die Besucher*innen durch diesen offenen Bereich und werden Teil des alltäglichen Bewegungsflusses. Bewegung, Offenheit und räumliche Erfahrung stehen im Zentrum von Memory in Motion. Die Museion Passage als frei zugänglicher Raum ermöglicht Kunstbegegnungen jenseits klassischer Eintrittsschwellen und lädt dazu ein, Skulptur im Vorübergehen ebenso wie im bewussten Verweilen zu erleben. Mit dieser Präsentation realisiert das Museion zugleich die erste Initiative der landesweiten Kampagne Museiopolis. Inspiriert von der Idee der Polis als gemeinschaftlichem urbanen Lebensraum, versteht sich Museiopolis als Einladung, Kunst und Kultur stärker in den Alltag von Stadt und Region einzubinden: offen, zugänglich und in kontinuierlichem Dialog mit der Gesellschaft. Eduard Habicher Eduard Habicher wurde 1956 in Mals im Vinschgau geboren und absolvierte ein Studium an der Accademia di Belle Arti in Florenz. Er lebt und arbeitet in Riffian (BZ). Der Künstler war mit Einzelausausstellungen in zahlreichen italienischen Museen und Galerien vertreten, unter anderem in der Galleria Civica in Trient (1993), der Galleria Comunale d’Arte Contemporanea in Arezzo (1993), dem Museo della Scultura Contemporanea in Matera (2006) sowie der Galleria d’Arte Moderna G. Carandente im Palazzo Collicola in Spoleto (2024). Im Jahr 2025 hatte er im Rahmen der viennacontemporary eine Solopräsentation in der renommierten Privatsammlung Dolezal. Seine großformatigen Skulpturen sind dauerhaft an öffentlichen Orten ebenso wie in privaten Einrichtungen installiert, so etwa in der Therme Meran in Italien und in der Fundación Pablo Atchugarry in Uruguay. Darüber hinaus befinden sich seine Arbeiten in Berlin am Spreeufer, im Innenhof der Wallstraße 16 und auf dem Campus des Europäischen Energieforums (EUREF); in Italien im Südtiroler Landesmuseum für Kultur- und Landesgeschichte auf Schloss Tirol, auf der Piazza della Vittoria in Spoleto, im Freilichtmuseum Museo Diffuso Albisola sowie in Leifers; außerdem in Österreich in Feldbach in der Gleichenberger Straße und im Kulturzentrum Kugelmühle. Eine großformatige Arbeit Habichers zum Gedenken an den antifaschistischen Widerstandskämpfer Josef Mayr-Nusser wurde 2017 im Bozner Dom aufgestellt. 2016 erhielt der Künstler den ersten Preis für sein Werk Misurare lo spazio im Palazzo Ducale in Gubbio, und 2018 gewann er einen Wettbewerb zur Gestaltung einer Skulptur für die Piazza Castello, die sich innerhalb des Palazzo Ducale in Mantua befindet. Im Jahr 2023 wurde Habicher zum Nationalakademiker ernannt und in die Accademia Nazionale di San Luca in Rom aufgenommen.
  • Es gibt Termine vom 28 Feb. 2026 bis 09 Mai 2026
    Mostra personale del collettivo "Atelier dell'Errore"
  • Es gibt Termine vom 16 März 2026 bis 21 März 2026
    Im Frei.Raum des Südtiroler Künstlerbunds (SKB) zeigt Carmen Maria Alber ihre künstlerische Recherche (2018–heute). Im Zentrum steht Malerei, die sichtbar macht, was in uns vorgeht – mit dem Anliegen, Empathie und Miteinander zu stärken. Rahmenprogramm - Offenes Portrait-Atelier (während der Öffnungszeiten):einfach vorbeikommen und sich porträtieren lassen. Bezahlung nach dem Prinzip „pay as you can“. - Info/Vormerkung: 3926818124 - Mi., 19.03., 15:00–17:00 Uhr: Offene Porträt-Malrunde mit Modell – offen für alle, Anmeldung: 3926818124

Trag deine Veranstaltungen in den ersten und beliebtesten Veranstaltungskalender Südtirols ein!

BIST DU SCHON REGISTRIERT?

LOGGE DICH EIN

NOCH NICHT?

Verpasse nicht die besten Veranstaltungen in Südtirol!

ABONNIERE UNSEREN WÖCHENTLICHEN NEWSLETTER

Möchtest du deine Events in unserem Magazin veröffentlicht sehen?

ERHALTE EINEN MONATLICHEN HINWEIS ZUM REDAKTIONSSCHLUSS

Möchtest du deine Veranstaltungen oder dein Unternehmen bewerben? Wir sind dein idealer Partner und können maßgeschneiderte Lösungen und Pakete für alle deine Bedürfnisse anbieten.

GEHE ZUR WERBEBEREICH

KONTAKTIERE UNS DIREKT

INSIDE EVENTS & CULTURE

Magazine mensile gratuito di cultura, eventi e manifestazioni in Alto Adige-Südtirol, Trentino e Tirolo.
Testata iscritta al registro stampe del Tribunale di Bolzano al n. 25/2002 del 09.12.2002 | Iscrizione al R.O.C. al n. 12.446.
Editore: InSide Società Cooperativa Sociale ETS | Via Louis Braille, 4 | 39100 Bolzano | 0471 052121 | Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein..