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CULTURE

Vom Spiel mit Wasser und Farben
Aquarelle und Acrylbilder aus der Hand der Girlaner Künstlerin Elfi Gelf

12 Vom Spiel mit Wasser

Elfi Gelf lebt und arbeitet in Girlan und beschäftigt sich seit 1976 insbesondere mit Aquarellmalerei. Sie hat sich an der Internationalen Ferienakademie Bruneck und an der Kunstakademie Neustift mit namhaften Dozenten fortgebildet und mehrere Kunstkurse besucht.

Elfi Gelfs künstlerisches Leben nahm bereits in der Mittelschule seinen Anfang, da entdeckte sie ihr Interesse für die Malerei. Aufgewachsen auf einem Bauernhof am Osthang des Mitterbergs, weit hinter Schreckbichl, am sogenannten Guflhof an der Etsch, war ihr Leben geprägt von Arbeit, Einfachheit und Bescheidenheit. Ihre Vorliebe für Berg- und Naturmotive rührt wohl daher. Ihr Bruder beschäftigte sich mit Ölmalerei –„er war sehr talentiert“, wie Elfi Gelf heute noch sagt–, und so probierte sich auch die junge Elfi daran aus. Ihr Wunsch, die Kunstschule in Gröden besuchen zu dürfen, fand kein Gehör. Die Eltern wünschten sich einen weniger brotlosen Beruf für ihre Tochter, und so wurde eine kaufmännische Ausbildung daraus. „Die Malerei hat mich aber nicht mehr losgelassen. Sie war wie ein Ausgleich zum Berufsalltag für mich, etwas, das ich einfach brauchte.“ Wenn Elfi Gelf erzählt, so spricht aus ihr eine gelassene Selbstverständlichkeit, gleichzeitig eine bescheidene Zufriedenheit. Man merkt, die Malerei ist ein Teil ihrer selbst, kein Mittel zur Selbstdarstellung, sondern eine Notwendigkeit in ihrem Leben.

Sie haben ja keine klassische Kunstausbildung genossen…
Nein, das war, wie gesagt, nicht möglich. Ich habe aber immer versucht, mich fortzubilden und meine Technik zu perfektionieren. Die Seminare an der Internationalen Kunstakademie in Bruneck, die waren aber schon eine harte Schule. Dort habe ich die Aquarelltechnik gelernt, mit Dozenten wie Heribert Mader und Konrad Planegger. Besonders letzterer hat uns alles abverlangt. Wir sind mit ihm auf Bauernhöfe gefahren, um Tiere zu malen. Das war alles andere als einfach, aber im Nachhinein betrachtet ein großartiges Erlebnis.

Was ist das Besondere an der Aquarelltechnik?
Mich fasziniert das Spiel mit Wasser und Farben. Jede Komponente hat ihren eigenen Effekt auf das Werk: Je nachdem, wie viel Wasser man nimmt, fließen die Farben anders auf dem Papier. Und welches Papier soll ich überhaupt nehmen? Das hat nochmals einen großen Einfluss. Manchmal ist das Ergebnis dann zu starr, oder aber es ist zu verschwommen. Wenn ich im Freien male, kommt die atmosphärische Komponente dazu. Male ich in der Sonne, trocknet das Bild zu schnell. Ist feuchtes Wetter, wölbt sich das Papier und die Farben halten nicht. Die Aquarelltechnik ist eine große Herausforderung… aber sie macht Spaß!

Haben Sie Lieblingsmotive?
Was Aquarell betrifft, eindeutig Berge, Wasser und Wald. Bei Acryl habe ich keine Präferenzen.

Stichwort Acrylmalerei: Wie sind Sie dazu gekommen?
Mit Acryl arbeite ich, seit ich über einen eigenen Malraum verfüge (lacht). Dazu braucht man Platz. Es wird gespachtelt und geschüttet, dann mit Pinsel und Farbe gearbeitet. Meist „suche“ ich den Horizont auf dem Bild und lasse das Motiv dann mit Hilfe meiner Phantasie entstehen. Die Acrylbilder sind ja keine fotografischen Abbildungen der Wirklichkeit. Ich lasse die Landschaften, die ich besuche, auf mich wirken, und aus meinem Empfinden heraus entstehen dann Eindrücke der Natur. Dabei ist die Entstehungszeit, die so ein Bild braucht, nicht wirklich relevant. Viel wichtiger ist der vorherige Prozess: Wie erreiche ich ein Niveau, mit dem ich ausdrücken kann, was ich möchte? Wie lange muss ich lernen, bis ich so weit komme? Mir gefallen die Gestaltungsmöglichkeiten, die die Acryltechnik bietet. Collagen, Seidenpapier, vieles ist möglich, das macht es abwechslungsreich.

[Sibylle Finatzer]

ZUR PERSON
Elfi Gelf (*1954), lebt in Girlan. Seminarbesuche zu Aquarell- und Acryltechnik. Leitete mehrere Kurse für Freizeitmaler. Seit Jahren pflegt sie eine rege Ausstellungstätigkeit – meist sind es Einzelausstellungen – in verschiedenen Galerien Südtirols.
Vom Oktober bis Dezember 2020 Ausstellung im Rathaus Lajen, organisiert vom rührigen Verein „Kunst im Gang(e)“.

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